Der enorm starke Jahresauftakt an den Börsen ging auch nicht spurlos am Zertifikatemarkt vorbei. So nahm das im Auftrag des DDV von der European Derivatives Group (EDG) monatlich bei 16 Banken erhobene Volumen im Januar hochgerechnet auf den Gesamtmarkt wieder um 1,8 Prozent auf 100,3 Mrd. Euro gegenüber dem Vormonat zu und machte damit den Ausrutscher im Dezember unter die 100-Milliarden-Euro-Marke wett. Rechnet man den Kursanstieg heraus, bleibt immer noch ein Plus von 0,3 Prozent übrig. Das Verhältnis von Anlage- zu Hebel-Produkten konnten die Hochrisiko-Papiere mit 98,7 zu 1,3 Prozent zwar diesmal leicht positiver für sich gestalten, doch ist deren Anteil noch immer verschwindend gering.

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Garantie-Papiere - was sonst

Wenn man am Zertifikatemarkt überhaupt von einem langfristigen Trend sprechen kann, dann von dem zu Garantie-Produkten. So war auch im Januar noch immer fast 69 Prozent des Gesamtvolumens in Kapitalschutz-Produkten und strukturierten Anleihen investiert. Dabei hielt auch die schon lange anhaltende Tendenz leichte Gewinne bei den zinstragenden Strukturen zulasten der Partizipierer weiter an, zu verlockend sind für viele Anleger wohl die etwas höheren Zinsen, die man sich durch die Inkaufnahme des Emittentenrisikos sichert.

Bonus-Zertifikate auf dem Vormarsch

Im Teilschutzsektor verteidigten Express-Zertifikate mit einem Plus von zwei Prozent auf 6,7 Prozent ihre erst im Vormonat zurückgewonnene Vormachtstellung gegenüber den Discountern, die mit +5,8 Prozent wieder etwas näher an die „schnelle Truppe“ heranrückten. Der größte Satz gelang aber mit fast zwölf Prozent den Bonus-Papieren auf einen Anteil von 3,4 Prozent übertroffen noch von den Aktienanleihen mit einem Zugewinn von knapp vier Prozent auf 4,3 Prozent. Weiterhin stark unterwegs auch Index- und Partizipations-Zertifikate mit einem Anteil von 5,5 Prozent. Dagegen mussten die mit ohnehin nur 0,1 Prozent vertretenen Outperformance- und Sprint-Produkte als einzige Kategorie nochmals leicht gegenüber dem Vormonat Federn lassen. Bei den Hebel-Papieren gingen Optionsscheine und Knock-Out-Produkte mit +16,2 Prozent bzw. +18,2 Prozent im Gleichschritt voran.

Zins-Produkte hier, Indizes und Aktien dort

Auf Basiswertebene gab es im Anlagebereich keine nennenswerten Verschiebungen, so dass auch weiterhin Zinsen mit 54 Prozent vor Indizes mit 23 Prozent und Aktien mit 20 Prozent den Ton angeben. Bei den Hebel-Produkten verzeichneten nicht zuletzt aufgrund der Kurszuwächse alle drei wichtigen Kategorien zweistellige Zugewinne, wobei Rohstoffe mit einem Plus von über 40 Prozent glänzen konnten. Ihr Anteil liegt mit gut 21 Prozent aber noch immer deutlich unter dem von Indizes und Aktien mit jeweils 36 Prozent.

900.000-Produktemarke fast erreicht

Bei den Umsätzen an den Börsen Stuttgart und Frankfurt im Folgemonat Februar kam es nach den beiden hektischen Vormonaten mit starken zweistelligen Abschlägen im Dezember 2011 und noch größeren Zuwächsen im Januar wieder zu einer Beruhigung. So war diesmal nur eine Zunahme um 5,4 Prozent auf 4,6 Mrd. Euro zu verzeichnen, wobei sich Anlage- und Hebel-Produkte die Waage hielten. Einen Rekord gab es aber dennoch zu vermelden. Wie nicht anders zu erwarten kam dieser wieder einmal aus den „Hexenküchen“ der Emittenten, die mit 147.864 neu gelisteten Papieren die Produktzahl auf eine neue Bestmarke von 893.098 zum Monatsende trieben. Im vergangenen November hatte sie noch bei 878.525 gelegen.

Autor: Armin Geier, http://www.godmode-trader.de/zertifikate

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