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    10.01.2012 10:46

    Wird China oder wird China nicht

    Neujahresfestivitäten stehen bevorhttp://redaktion.boerse-go.de/cms/teaser/china_epcot-578x140.jpg

     

    Die Politik von Notenbanken ist schwer vorherzusehen, aber es ist nicht auszuschließen, dass die People's Bank of China vor dem Neujahresfest eine Zinssenkung durchführen wird. Der Druck auf China aus dem Westen wächst, seine Geldpolitik zu lockern, um ein Abgleiten der Weltwirtschaft in eine neue Rezession zu vermeiden.

    Der Westen hat wieder Argumente, um auf China Druck auszuüben. Der Internationale Währungsfonds plant eine "substantielle Herabsetzung" seiner Prognosen für das Weltwirtschaftswachstum. In Europa steht die Rezession für viele Experten bereits fest.

    Das chinesische Handelsbilanzsaldo war im Dezember positiver, als erwartet, da die Importe nur um 11,8%, die Exporte aber um 13,4% wuchsen. Die Abkühlung der Binnennachfrage gibt den Währungshütern in Peking Freiraum, die Geldpolitik ein wenig zu lockern.

    Das ist zwar bloße Spekulation, ich halte es aber für durchaus möglich: China senkt noch vor Beginn der Festivitäten zum Chinesischen Neujahr die Zinsen. Die Börse wird in China am 23./24./25. Januar geschlossen sein.

    Eine Zinssenkung würde den westlichen Aktienmärkten einen deutlichen Schub geben, da wir dann die überraschende Stärke der US-Wirtschaft + Impulse aus China als "Kaufgrund" hätten...

    Hierbei handelt es sich um keine Anlageberatung. Es handelt sich lediglich um eine Trade-Vorstellung zu Ausbildungszwecken. Für Anlageberatung wenden Sie sich zwingend an den Anlageberater Ihrer Bank.

    Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit nicht investiert.

    Von Jochen Stanzl, Redakteur
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    1.1
    11:44 Uhr
    10.01.
    Engel
    Guten Tag Herr Stanzl

    Ich lese ihre Berichte regelmässig und muss feststellen, dass auch sie zu denjenigen gehören die immer wieder hoffen, dass noch mehr pumpenkohle in den markt kommt oder irgendwelche zinssenkungen statfinden usw.
    die börse kann nur noch steigen wenn kohle gepumpt und gedruckt wird....
    es gibt kaum noch jemand der das nicht gut findet und das ist das schlimme...
    es wird in kauf genommen, dass die ganze sache noch mehr aufgeblasen wird und sich dramatisch verschlimmert

    Gehören Sie auch zu denen die sagen... nach mir die Sinflut?Antworten
    2.1
    11:59 Uhr
    10.01.
    Blumenkohl
    Wohl zuviel Moralin eingenommen? ^^ Ich unterstelle mal das die meisten hier diese Vorgangsweise nicht für "gut" befinden. Ist aber eben die neue Realität. Und als Händler, Investor oder Trader sollte man eine gewisse geistige Flexibilität mitbringen.
    Gegen den Wind Klavier spielen ist beim Handel tödlich.

    Diese Unterstellung "Gehören Sie auch zu denen ..." finde ich vorsichtig formuliert nicht besonders nett.Antworten
    1.2
    12:04 Uhr
    10.01.
    Jochen Stanzl
    @Engel:

    Ich hatte schon auf Ihren Einwurf gewartet ;-)

    Sie haben Recht, es ist eine Gratwanderung zwischen

    1) Wirtschaft stimulieren nach dem Peking-Konsens (Investments stimulieren = mehr Export = mehr BIP-Wachstum) und
    2) Strukturreformen

    Es ist zu spüren in China, dass der Peking-Konsens immer weniger funktioniert, da zusätzliche Investitionen mehr Inflation erzeugen als Wachstumsbeiträge zum BIP. Daher wird es in China wahrscheinlich den Weg geben, dass 1) und 2) kombiniert werden.

    Was wäre Ihrer Meinung nach vernünftig?Antworten
    2.1
    16:19 Uhr
    10.01.
    Engel
    Sehr geehrter Herr Stanzel

    Das unfernünftigste ist weiter geld zu drucken und zinsen zu senken!!! warum darf... nicht bankrott gehen der jahrelang betrogen hat?
    klar wird die wirtschaft dadurch kurzfristig!! geschwächt aber langfristig werden wir überleben
    den zockern das geld wegnehmen mit dem sie so unglaublichen schaden anrichten mit eben solchen zinsen usa 0 europa fas 0 usw.
    es braucht eine bereingigung die unserem westlichen lebensstandardt rein gar nichts anhaben könnte aber vielen menschen auf dieser erde helfen würde
    ich verzichte sehr gerne auf.... und ich bin nicht unzufriedener usw.
    erst wenn wir das verstehen wird die wende kommen!Antworten
    1.3
    14:07 Uhr
    10.01.
    Dotore
    Es ist allerdings die Frage, ob eine Zinssenkung dauerhaften Erfolg nach sich ziehen würde.

    Prinzipiell ist es ähnlich wie in den westlichen Nationen, dass immer mehr Schulden gemacht weden müssen, um ein immer geringer werdendes Wachstum zu generieren. In China laufen in sämtlichen Entwicklungsperioden die Uhren schneller (man überlege sich, wo China vor 30 Jahren noch war!)

    Letztendlich haben die Chinesen den Vorteil, dass sie gesehen haben, wie es nicht gemacht werden sollte. Nun ist die Fage, ob sie kurz- oder weitsichtig sind.
    Ich denke, dass der Peking-Konsens keine dauerhafte Stabilität und Wachstum leisten kann. Wichtiger sind hier langfristig Strukturreformen als einfach nur Geld drucken!

    Insgesamt geht es weltweit um Werte und Ideale, die neu überdacht werden müssen, Geld ist weiß Gott nicht alles, und manchmal wird es mehr zum Problem als dass es beruhigt - wie man sieht!Antworten
    2.1
    14:29 Uhr
    10.01.
    Jochen Stanzl
    @Dotore:

    Ich sehe das ähnlich wie Sie. Das Problem ist, dass weltweit die privaten Unternehmen und Verbraucher Kredite zurückführen. In unserem Schuldgeldsystem ist das Gift (Stichwort Geldschöpfung vs. Geldvernichtung). Der Geldpolitik gehen die Kugeln aus, um diesen Trend des Deleveraging mit all seinen negativen Folgen zu bekämpfen. Und die Leute - Politiker, Private, Unternehmen, ja alle - hängen sich gegemseitig an der Gurgel, weil sie sich nicht einigen können, wie sie dieses Problem lösen sollen.Antworten
    2.2
    16:51 Uhr
    10.01.
    Engel
    Bravo
    Vielen DankAntworten
    2.3
    17:25 Uhr
    10.01.
    Engel
    Bravo Dotore

    Vielen DankAntworten
    3.1
    19:47 Uhr
    10.01.
    Dotore
    Bravo auch Ihnen! :-)Antworten
    1.4
    9:50 Uhr
    12.01.
    Jochen Stanzl
    Inflation jetzt auf 4,1% gefallen...der Schritt wird immer wahrscheinlicher!

    China: Inflation im Dezember weiter gesunken

    Peking (BoerseGo.de) – In China hat sich die Inflation im Dezember weiter reduziert. Der Preisauftrieb schwächte sich von 4,2 Prozent im November auf 4,1 Prozent im Jahresvergleich ab, wie das Statistikamt am heutigen Donnerstag in Peking mitteilt.

    Es ist bereits der fünfte Monatsrückgang in Folge und der niedrigste Preisanstieg seit 15 Monaten. Im Juli wurde mit 6,5 Prozent noch der höchste Stand seit drei Jahren gemessen. Im Gesamtjahr 2011 wurde eine Inflation von 5,4 Prozent ausgewiesen. Damit wurde das von der Regierung in Peking vorgegebene Inflationsziel von 4 Prozent deutlich überschritten.

    Besonders deutlich haben dabei die Preise für Nahrungsmittel zugelegt. Im Vergleich zum Dezember 2010 erhöhten sie sich um 9,1 Prozent. Nahrungsmittelpreise tragen rund ein Drittel zum gesamten Verbraucherpreisindex bei. Die Erzeugerpreise sind im letzten Monat des Jahres aber nur noch um 1,7 Prozent gestiegen, nach 2,7 Prozent im November. Volkswirte hatten zuvor mit einem Wert von 1,6 Prozent gerechnet.Antworten
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