Obama: Kanada soll nach China verkaufen
Am Ende war der Druck zu groß: Umweltschützer haben sich in den USA gegen den Bau einer Pipeline von Kanada in den Süden der USA durchgesetzt. Das Projekt "KeyStone XXL" wurde gestern von der Obama-Regierung beendet. Kanada wird sein Öl jetzt nach China verkaufen. Die Diplomaten aus Peking stehen bereits parat, um zu verhandeln.
Der Preis von WTI stieg seit Herbst von 75 Dollar auf über 100 Dollar - auch wegen der wachsenden Wahrscheinlichkeit, dass die eigentlich schon als sicher gegoltene KeyStone-Pipeline doch nicht gebaut werden soll. Denn die Republikaner haben sich gegen die Demokraten der Obama-Regierung durchgesetzt und haben die Pläne Obamas zur Verlängerung von Steuervergünstigungen erfolgreich an eine Entscheidung über KeyStone gekoppelt. Jetzt konnte Obama nicht anders und musste die Pläne des kanadischen Ölkonzerns TransCanada ablehnen.
Mit dem gleichen Trick wird womöglich auch die Opposistion die Finanzmarkttransaktionssteuer durchdrücken: Sie koppelte ihre Unterschrift für den Rettungsfonds EFSF im vergangenen Jahr an die Bedingung, dass Merkel die Steuer durchdrückt.
Eigentlich hätte das Ölsand-Öl den USA geholfen, sich von der Abhängigkeit vom Öl aus dem Nahen Osten und der mais-fressenden Ethanolproduktion zu emanzipieren. Aber so funktioniert Politik eben.
Für WTI bedeutet das: Weiteres Aufwärtspotenzial. KeyStone - auch wenn das Projekt erst in Jahren fertig geworden wäre - hatte als drohendes Damoklesschwert Anstiege in den letzten Tagen verhindert. Es kann gut sein, dass WTI jetzt einen weiteren Satz nach oben macht. Ich halte meine Augen offen für eine mögliche Long-Position.
Hierbei handelt es sich um keine Anlageberatung. Es handelt sich lediglich um eine Trade-Vorstellung zu Ausbildungszwecken. Für Anlageberatung wenden Sie sich zwingend an den Anlageberater Ihrer Bank.
Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit nicht investiert.




