• Zurück zur Übersicht
    15.06.2012 16:22

    Offizieller Griechenland-Wahl-Thread

    Long, short, neutral?

    Sind Sie im Vorfeld des Votings long, short, neutral positioniert?

    In diesem Thread können Sie die Auswirkungen der Griechenlandwahl diskutieren, wenn Sie mögen - im Vorfeld gab es diese Woche ein paar Short-Eindeckungen, was aber alles nicht nennenswert ist.

    Merke: Wenn der DAX über 6200 Punkten aus dem Handel geht, ist das nach meinem Dafürhalten ein Signal in Richtung 7000 Punkte!!

    Photo http://www.flickr.com/photos/tjuel/

    Hierbei handelt es sich um keine Anlageberatung. Es handelt sich lediglich um eine Trade-Vorstellung zu Ausbildungszwecken. Für Anlageberatung wenden Sie sich zwingend an den Anlageberater Ihrer Bank.

    Von Jochen Stanzl, Redakteur
    Kommentar schreiben Listenansicht Drucken Bookmarken
    1.1
    16:36 Uhr
    15.06.
    Marcus
    Die Erwartungen von "Bild", über ARD/ZDF und und und sind so negativ, da kann es nur anders kommen. Ich stimmte mir den J. Stanzl Überlegungen überein. Also "Risk On" ab Montag - wird spannend, jedenfalls spannender als die EM.Antworten
    1.2
    17:18 Uhr
    15.06.
    Maykaefer
    weiss gar nicht warum etwas besonderes passieren soll. Es wird das Gleiche passieren wie bisher. Die Griechen und deren Politiker wollen den Euro, aber keine Strukturveränderungen. Das nun ein Linker von einer linken Partei offen sagt: das er den Euro will aber nicht Sparen. Dies ist ja nichts neues. Die anderen Parteien haben es bis heute genauso gemacht, eben ohne es zu sagen.
    Oder wie es Schäuble vor zwei Wochen ausdrückte. Am Montag kommt die Eu Troika zurück mit dem Ergebnis das wieder mal nichts umgesetzt wurde.Antworten
    1.3
    17:21 Uhr
    15.06.
    Ronny
    Die EM is in der Gruppenphase nie besonders spannend - es sei denn ein Favorit scheidet aus. Schlusskurs DAX über 6225 bedeutet wahrscheinlich zunächst DAX 6450. Denke fast das FED Treffen am Mittwoch wird für Aktien wichtiger als GR-Wahl.Antworten
    1.4
    17:24 Uhr
    15.06.
    Marc Aurel
    Da die Ungewissheit endet und sich die Spannung entlädt wirds am Montag zunächst ordentlich hoch gehen. Dienstag vermutlich short.Antworten
    1.5
    17:27 Uhr
    15.06.
    abc
    die werden sich doch nicht selbst bestrafen und in den bankrott jagen!

    die hilfsgelder sind doch herzlich willkommen, an rahmenbedingungen halten sie sich eh nicht, von daher....alles gut :DAntworten
    1.6
    17:30 Uhr
    15.06.
    whatever
    Wenn es stimmt, dass die Athener Börse gestern tatsächlich 10% gestiegen ist, dann ist die Wahrscheinlichkeit ja hoch, dass es nicht zum Chaos kommt. Ergo: Risk on am Montag, Ergo: steigende Kurse
    Aber 7000 werden es wohl nicht, da der Markt sich bestimmt sehr schnell wieder auf die anderen Krisenländer besinnen wird.Antworten
    2.1
    18:22 Uhr
    15.06.
    Jochen Stanzl
    Es stimmt. Hier der Chart des Athex 20, des Leitindex Griechenlands. Es war klar, dass das langsam zu lächerlich wird mit dem Selloff

    Antworten
    1.7
    17:39 Uhr
    15.06.
    womi
    Die Werte in Hellas sind so am Boden, da sollte am Montag bei positivem Ausgang einiges gehen, mutige kaufen jetzt schon Hellenic Telecom oder Hellenic Power......Antworten
    1.8
    17:56 Uhr
    15.06.
    willi 1
    denke,dass man die Tendenz nicht nur charttechnisch
    beurteilen kann. Eigentlich ist die Griechenland-Wahl sekundär.Alles spekuliert auf einen neuen Liquiditätsschub durch die Fed. Wenn die Fed liefert-und das tut sie ja normalerweise- dann werden wir eine starke Börse sehen. Wenn nicht, dann eben nicht.
    Also, der entscheidente Tag ist nicht der Montag, sondern der Dienstag.Antworten
    1.9
    18:00 Uhr
    15.06.
    Dirk
    Ich bin äußerst pessimistisch was die Griechenlandwahl angeht eingestellt. Daher bin ich eher short mit engem SL eingestellt. Die Edelmetalle sollten sowieso noch in ihrer Korrektur bleiben und bei Gold sehen wir bestimmt noch die 1400 - 1350 USD. Gold in Euro wird dann bei etwa 1170 EUR die Unze liegen, da der Euro ganz bestimmt auch in Richtung 1,20 bis 1,15 fallen wird. Das sind dann gute Einstiegspreise, denn langfristig ist Gold im Bullentrend und erreicht bestimmt noch die 5000 USD Marke. Die Aktienmärkte sehe ich auch einbrechen. Für mich ist das alles der Anfang dieser Krise. Exponentielles Wachstum von Schulden und daraus folgend der Geldmenge führt unweigerlich zum Kollaps. Für mich hat der Euro sein Verfallsdatum erreicht.

    Na mal abwarten....Antworten
    1.10
    18:45 Uhr
    15.06.
    TheTrap
    Das sehe ich ein wenig anders, praktisch jeder Analyst, Vermögensverwalter etc. den ich in den letzten Tagen gehört habe, hat empfohlen sich jetzt zu positionieren, weil es doch sicherlich nach den Wahlen rauf gehen würde. Was mich auch skeptisch stimmt ist, dass praktisch alle sagen wie günstig die Aktienmärkte bewertet seien. Das höre ich praktisch in jeder Marktsituation... Ob der DAX nun bei 5'000, 6'000 oder 8'000 Punkten ist... Das langweilt mich allmählich... Der Bernecker ist da so ein perfektes Beispiel... Gerade beim Dow Jones hat man das Gefühl, wir hätten eine super laufende Weltwirtschaft... 12'800, gerade mal 1'400 Punkte unter dem Allzeithoch... Seit dem Korrekturtief nun schon wieder über 700 Punkte angestiegen... Also ich verstehe die ganzen Hoffnungen auf Kurssteigerungen in Anbetracht der eklatanten Probleme die wir überall haben zu 100% nicht... Da wiederspiegelt ein Jim Rogers schon eher meine Ansichten... Die Aktienmärkte sind zu 100% von den Notenpressen abhängig und das allein ist für mich ein absolutes Alarmzeichen... So bald diese Stimuli in der Massenpsychologie als normal angesehen werden, das bedeutet, jedesmal wenn droht, dass die Konjunktur sich abschwächen könnte, sofort damit gerechnet wird, dass wieder gedruckt wird, wird die Situation ernst... Meiner Meinung nach sind die Abwärtsrisiken wesentlich höher als die Aufwärtschancen. Und ich weiss, dass jetzt viele denken: "gut so, wieder ein Pessimist, das bedeutet die Rally ist noch nicht am Ende blablabla;)"... Ich bin seit 2010 sehr positiv für die Aktienmärkte und Edelmetalle gewesen genau wegen den ganzen Stimulus... Für mich hat sich aber genau etwas Zentrales wesentlich geändert, die Stimulus werden bereits vorweggenommen und erwartet... Dow Jones wird dieses Jahr evtl. noch die 13'500 sehen, kann sein... Ich werde mich auf jeden Fall nicht mehr einkaufen, habe sämtliche meiner Aktien bei DAX 6'800 verkauft... Habe mir für 10% des Geldes dafür Gestern physisches Silber bestellt;)... Ich erwarte eher noch einen DJ Rückgang auf ca. 11'000-11'500 bevor es noch eine letzte Rally gibt, nämlich irgendwann im Juli/August...Antworten
    2.1
    16:38 Uhr
    16.06.
    Fallout
    @ TheTrap:

    Du sagst du hast Silber bestellt. Bei welchem Anbieter wenn ich fragen darf? Ophirum? Will auch welches besorgen. Bin mir aber noch nicht sicher wo, bzw. wo es die besten Konditionen gibt. Vlt. hat jmd. einen Tip für mich. (?)

    MfGAntworten
    3.1
    12:50 Uhr
    17.06.
    WHB
    Tip's für den Silberkauf
    1kg Münzen, ETF's oder Barren im Zollfreilager:

    a) gute ebay Angebote suchen (ok, etwas aufwändig)
    b) anlagegold24 (nach 1. Einkauf Sonderangebote)
    c) ETF's (Julius Bär, ZKB, 100% physisch hinterl.)
    d) bullionvault (Lagerkosten höher als beim Gold)Antworten
    4.1
    16:02 Uhr
    17.06.
    Fallout
    Hallo,
    danke für die Info. Anlagegold ist wirklich etwas günstiger als Ophirum.
    Hast du denn mit Anlagegold schon Erfahrungen gemacht?
    Welche Sonderangebote gibts dort? Kann auf der Homepage nichts dazu finden?

    Dabke schon mal.

    MfGAntworten
    1.11
    19:42 Uhr
    15.06.
    han
    Für mich bedeutet der Optimismus an der Börse eigentlich nur das Gr. auf jeden Fall nicht fallen gelassen wird und das wissen die Gr. Politiker und zocken auf eine neue Runde Verhandlungen, es geht jetzt ja auch nicht wegen Spanien. Das scheint allen klar zu sein. Es wird also weiter gegen die Wand gefahren obwohl für den Anlauf nur 5 cm Platz da sind.Antworten
    2.1
    12:44 Uhr
    16.06.
    Bodo K.
    5cm Anlauf? Stehen wir denn? Oder haben wir eher Tempo 200 und noch 5cm Fahrt?Antworten
    3.1
    11:47 Uhr
    17.06.
    han
    Hinten Abgrund, vorne Wand.Antworten
    1.12
    19:54 Uhr
    15.06.
    Strasser
    Ich rechne mit DAX 6400 - 6500. Dann ist die Euphorie verflogen, Italien und Frankreich geraten in die Schußlinie. Dann kaufe ich wieder Shorts. Die, die ich hatte, habe ich bei 5900 verkauft.Das geld der Notenpresse wird eh nicht in den Markt wandern, sondern als Target zrückkommen.DAX m.A. mindestens runter bis 5500Antworten
    1.13
    22:03 Uhr
    15.06.
    TylerDyrdon
    Hallo
    Hellenic power hört sich interessant an, hat mal jemand die WKN !?Antworten
    1.14
    8:19 Uhr
    16.06.
    Guni
    Ich denke wie die meisten hier, dass es nach der Griechenland-Wahl heftige Kursbewegungen geben wird. Die Börsen werden am Montag mit einem großen Gap eröffnen, in welche Richtung traue ich mich nicht vorherzusagen - Begründungen werden hinterher schon gefunden werden, die Wahl ist ja ein schöner "Aufhänger" für die "Big Player".

    Ich erwarte jedenfalls in den nächsten Tagen ein heftiges Auf und Ab an den Märkten, damit möglichst viele Marktteilnehmer ausgestoppt werden (in beiden Richtungen). Wahrscheinlich ist es am besten, den Ball flach zu halten und ein paar Tage zu warten.Antworten
    1.15
    9:59 Uhr
    16.06.
    qay
    Die große Aufgeregtheit über den Ausgang der Griechenlandwahl findet nur in den Medien statt.

    Die Börsen sind cool und werden es weiter bleiben. Der VIX, im Extrem bei 80 Pkt., liegt ggw. bei 20 Pkt.

    Die GR-Rettung ist "alternativlos". Die eigentlichen Probleme fangen in einer anderen Größenordnung an (ES, I, ..)Antworten
    1.16
    10:48 Uhr
    16.06.
    Zentralbänkler
    Hallo Jochen & Blogger, was haltet Ihr auf steigende Zinsen im Euroraum bzw. Deutschland zu setzen ?Antworten
    1.17
    13:13 Uhr
    16.06.
    katzenfreund
    Die älteste und zugleich zuverlässigste "Börsenregel für Profis" : wenn der Friseur sagt diese Aktien muss man sofort kaufen, die werden "explodieren", muss man genau dies Aktien sofort verkaufen, gilt auch für die Griechenwahlen. Wenn die Griechen ihre Eurokonten in Erwartung der Umstellung auf neue Drachma oder "IOUs (- i owe you: Regierungs-Notgeld, Schuldscheine) auflösen und irgendwo im Ausland Euro in GBP oder USD tauschen und bunkern, wird genau das nicht passieren.
    Griechenland wird jedenfalls freiwillig nicht aus dem Euro rausgehen.
    Vielmehr wird eine Bankenrettung beantragt werden.
    Die Idee Spanische banken mit ESM den es noch gar nicht gibt , war das Dümmste und gleichzeitig das mit mathematischer Präzision Konsequente das Schäuble je eingefallen ist. Eine Konsequenz aus einer Kette von Fehlern die nicht den "Banken" sondern nur der Politik der Eurozone anzulasten ist.
    Allen voran der deutschen. Die einzig richtige Reihenfolge geht so: Wirtschaftsunion Fiskalunion Währungsunion. Umgekehrt gehts nicht.
    Tatsächlich ist Europa auf dem Stand der konkurrierenden aber eben nich kooperierenden Kleinfürstentümer mit jeweils absurd aufgeblähter Verwaltung stehengeblieben. Allein das Bundesland NRW
    hat mehr Landes-und Kommunalpolitiker, mehr Kommunal-und Landesbeamte als die USA insgesamt Politiker und beamte hat!
    Die Länder der Eurozone haben mehr Politiker und Beamte als China und Indien zusammen!!
    Und: die Eurobeamten kosten mehr als als der haushalt der USA für Verwaltung vorsieht !
    DAS ist die europäische Krankheit: gesetzliche Ansprüche an "den Staat" ohne Gegen-Verpflichtung irgendeiner eigenen Leistung. Sondern statt Leistung "Dienst". Das ist das mittelalterliche Lehens-Modell.Antworten
    2.1
    18:28 Uhr
    16.06.
    cracked
    Mein Frisör gibt leider keine Anlagetips ...Antworten
    3.1
    10:29 Uhr
    18.06.
    broker101
    Abgesehen von Extensions ist der sowieso immer short. ^^Antworten
    1.18
    13:56 Uhr
    16.06.
    Mike
    Egal wer gewinnt, Griechenland wird die Auflagen nicht erfüllen. Das können die garnicht. Alles, was Merkel und Co bisher abgelehnt haben wird kommen. Eurobonds, Transferunion, etc. Deshalb ist die Wahl eher Wweitranging.

    Wie heisst es so schön: Politische Börsen haben kurze Beine.

    Alle Griechen, die gerade ihre Euros abheben werde bestimmt nicht Nea Demokratia wählen, sondern die anderen.Antworten
    1.19
    5:14 Uhr
    17.06.
    venzolo
    Aus den Indizies halt ich mich ganz raus jez - aber ich bin short auf deutsche Bonds, das wird gewaltig rumpeln die nächste Zeit!Antworten
    1.20
    10:33 Uhr
    17.06.
    Rene
    Hier den Kommentar hinschreiben

    Antworten
    1.21
    15:35 Uhr
    17.06.
    Christian Julius
    Ich bin und bleibe flat, politischen Börsen vertraue ich mein Geld nicht an, die jeden Tag wieder 500 Punkte abstürzen können. Daran verdienen nur die, die mehr Infos haben, alle anderen setzen auf russ. Roulette.Antworten
    2.1
    10:10 Uhr
    19.06.
    pajeu
    Wir dürfen nicht aus den Augen verlieren, dass die euro-befürworter in Griechenland g a r n i c h t vorn liegen!! Es ist nur so, dass das irre griechische Wahlsystem der grössten Partei mal eben 50 (fünzig!) Abgeordnete einfach so "schenkt"! Das bedeutet, dass eine Mehrheit an Stimmen von 60% gegen das Sparpaket wird durch die o.a. Regelung im PArlament zu einer Mehrheit von 60% für das Paket. Das merkt aber auch der griechische Bürger.. und geht gegen diesen strukturellen Betrug auf die Strasse, wovor die ND z.B. und die PASOK zu Recht Angst haben. Wären Merkel und Sorkozy nur nicht so arrogant gewesen und hätten Papandreu an dem Referendum gehindert! Die Mehrheit dort wäre demokratisch bindend gewesen... Jedenfalls so geht Griechenland in eine schwere Systemkrise, welche vermutlich die EUR Zone runterreissen wird.Antworten
    1.23
    1:37 Uhr
    18.06.
    Lukas
    Ich persönlich hätte mir gewünscht, dass die Partei von Alexis Tsipras stärkste Kraft geworden wäre, aber dass das nicht so gekommen ist überrascht mich auch nicht im Geringsten. Die Medien haben wieder mal saubere Arbeit geleistet.Antworten
    1.24
    8:59 Uhr
    18.06.
    dotore
    Ok, Dax geht hoch, aber Gold runter, warum das?Antworten
    2.1
    10:01 Uhr
    18.06.
    han
    US $ ?Antworten
    1.25
    11:26 Uhr
    18.06.
    tom
    Es ist völlig egal, wer regiert, ob sie die Schulden bezahlen wollen oder nicht....SIE KÖNNEN DIE SCHULDEN NICHT ZURÜCKZAHLEN !!! Das ist doch der springende Punkt.

    Die Presstituierten tun ja geradzu, als ob die Griechen ihr Schicksal selbst in der Hand halten.Antworten
    1.26
    11:48 Uhr
    18.06.
    Max
    Die Wahl ging ja relativ knapp aus, im Land der einsten Demokratieentstehung.
    Wenn die verarmte Bevölkerung ein zweites Mal innerhalb von 6 Wochen zu ihren Heimatorten fahren muss um Wählen zu dürfen, ist klar, dass das für viele finanziell sehr schwer ist, zu schwer womöglich.Antworten
    1.27
    13:52 Uhr
    18.06.
    Sewiet
    Spanien, EUR/USD. Was hat sich geändert? Noch der Wahl ist vor der Wahl. Griechenland ist jetzt lediglich vorerst wieder pro EURO und vor allem pro EU Politik unterwegs. 3 Tage höchstens und wir sind wieder in etwa auf dem Stand von mitte letzter Woche. Im Proinzip kommt es in nächster Zeit nur darauf an, ob sich die Lage weiterhin stabilisiert. Aber auch dann: die lage ist stabil, bis sie es auf einmal nicht mehr ist... Prost!Antworten
    1.28
    14:22 Uhr
    18.06.
    Jochen Stanzl
    Valentijn van Nieuwenhuijzen, Head of Strategy Strategy and Asset Allocation Group ING Investment Management

    Frankfurt/Zürich/Wien, den 18. Juni 2012

    Das Ergebnis der Wahlen in Griechenland hat kurzfristig das Risiko reduziert, dass Griechenland aus dem Euroraum ausscheidet („Grexit“), und die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass eine Regierung gebildet wird, die für die Rettungspolitik eintritt. Nach der Auszählung von 97% der Stimmen hat die Nea Dimokratia (ND) 29,7% erhalten und verfügt damit über einen Vorsprung von 2,9%-Punkten vor der zweitplazierten Syriza. Antonis Samaras, der Vorsitzende der ND, hat jetzt die Möglichkeit, mit der Pasok (12,3%) und möglicherweise der Demokratischen Linken (4,5%) eine Koalitionsregierung zu bilden. Zusammen verfügen diese Parteien über eine sichere Mehrheit von 174 der 300 Parlamentssitze. Die Regierungsbildung dürfte angesichts der außerordentlich starken Polarisierung in der griechischen Politik nicht einfach sein. Möglicherweise wird es eine Minderheitsregierung unter Führung der ND geben, die von Pasok und Demokratischer Linker unterstützt wird. Es ist jedoch sehr wahrscheinlich, dass es in nächster Zeit nicht zu einer direkten Konfrontation mit dem übrigen Euroraum kommt. Sobald die neue Regierung bestätigt ist, dürfte die Troika für erneute Verhandlungen nach Athen zurückkehren.

    Ob dies die Wahrscheinlichkeit eines „Grexit“ in fernerer Zukunft verringert oder nicht, hängt davon ab, in welchem Umfang die neue Regierung das Rettungspaket in weiteren Verhandlungen mit der Troika abändern kann. Nach derzeitigem Stand könnte das Tempo, mit dem fiskalpolitische Strukturreformen durchgeführt werden sollen, Griechenlands wirtschaftliche und soziale Strukturen überfordern. Wenn die Bedingungen nicht gelockert werden, wird sich die Regierung daher möglicherweise nicht lange im Amt halten können. Glücklicherweise scheint die Troika etwas offener für die Auffassung zu sein, dass eine allzu strikte Haushaltskonsolidierung wegen der nachteiligen Effekte auf das Wachstum und die Steuereinnahmen letztlich ihr Ziel verfehlt. Dennoch muss bei Nachverhandlungen über das Rettungspaket darauf geachtet werden, dass die Waage zwischen zwei schwer, aber nicht unmöglich miteinander zu vereinbarenden Zielen gehalten wird. Einerseits muss Griechenland eine Chance bekommen, Reformen durchzuführen, ohne dabei die Wachstumsaussichten weiter zu beeinträchtigen. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass bei einem geringeren Risiko eines „Grexit“ auch die Ansteckungsgefahr schwächer ist. Andererseits können die Nachverhandlungen selbst das Risiko eines „moral hazard“ erhöhen – sowohl im Hinblick auf Griechenland selbst als auch im Hinblick auf andere Länder, für die ein Rettungspaket geschnürt wurde, da diese eventuell ebenfalls künftig weitere Zugeständnisse aushandeln wollen. Damit steigt das Risiko, dass die EWU zu einer Transferunion wird und schon die Bereitstellung von Geldern für die Peripherieländer die notwendigen Reformen hemmt. Insofern muss ein gewisser Mechanismus bestehen bleiben, um den Druck auf Griechenland aufrechtzuerhalten.

    Zunächst jedoch dürfte der Wahlausgang wohl für Erleichterung an den Märkten sorgen. Dies gilt nicht zuletzt deshalb, weil der IWF, die Eurogruppe und Deutschland das Wahlergebnis bereits begrüßt haben und sich bereit erklärt haben, mit der neuen griechischen Regierung darüber zu verhandeln, wie die Wirtschaft wieder auf Wachstumskurs gebracht werden kann. Der Euro ist auf über 1,27 gegenüber dem USD geklettert, an den asiatischen Aktienmärkten haben die Kurse um 1,5 – 2% zugelegt, und Rohstoffe handeln seit der Bekanntgabe des Wahlergebnisses um etwa 1% höher. Wie lange die bessere Stimmung an den Märkten anhält, wird wahrscheinlich von den Erwartungen an den EU-Gipfel zum Monatsende (28./29. Juni) abhängen. Die politischen Verantwortungsträger Europas müssen Ergebnisse bei der weiteren wirtschaftlichen Integration, dem Ausblick auf eine gewisse Vergemeinschaftung der Fiskalpolitik (Eurobonds oder ein europäischer Tilgungsfonds) und einer besseren Kontrolle des Bankensektors in der Region vorlegen. Wenn die Ergebnisse des Gipfels enttäuschen, könnte sich die Stimmung an den Märkten bald wieder eintrüben.Antworten
    1.29
    14:23 Uhr
    18.06.
    Jochen Stanzl
    Athen: Barroso und Van Rompuy wollen neue Regierung unterstützen

    http://ec.europa.eu/deutschland/press/pr_releases/10718_de.htmAntworten
    1.30
    14:24 Uhr
    18.06.
    Jochen Stanzl
    Saxo:

    Wieder einmal stand eine Schicksalswahl in Griechenland an, und die Rohstoffmärkte hielten still. Die alte Mikado-Maxime ‚Wer sich bewegt, verliert’ war wohl auch hier das Motto. „Anleger haben sich in der vergangenen Woche eher zurückgehalten, da sie erst mal den Wahlausgang abwarten wollten“, erklärt Ole Hansen, Rohstoffexperte bei der Saxo Bank. „An der geringeren Handelsaktivität lag es dann auch, dass der DJ-UBS-Rohstoffindex auf Wochensicht nahezu unverändert schloss.“

    Während die schwache Performance von Soft Commodities wie Kaffee, Sojabohnen und Weizen den Index drückte, glichen Kursgewinne bei Erdgas und Metallen diese Verluste wieder aus. „Die geringeren Lagerbestände an Erdgas haben den Markt überrascht, der mit deutlich höheren Werten gerechnet hatte. Daraufhin kletterte der Kurs mit plus 14 Prozent so stark wie seit September 2009 nicht mehr“, erklärt Hansen. Auf Wochensicht habe Erdgas um mehr als acht Prozent zugelegt. Ob dies der Beginn einer Preisrallye ist, bleibe jedoch abzuwarten und hänge stark davon ab, ob der Sommer heiß und damit der Energiebedarf für Klimaanlagen hoch sein werde.

    Bei Platin und Kupfer jedoch scheint die Rallye bereits begonnen zu haben: „Seit Monatsbeginn hat Platin um vier Prozent zugelegt und sich damit besser entwickelt als Gold“, so der Saxo Bank Experte. Platinhersteller hätten auf die gesunkene Nachfrage der Autoindustrie regiert und die Produktion gedrosselt. „Der Kupferpreisanstieg wiederum liegt an den höheren Importen Chinas und Spekulationen über weitere Liquiditätsspritzen der Fed“, erklärt Hansen abschließend.Antworten
    1.31
    14:24 Uhr
    18.06.
    Jochen Stanzl
    anbei das Zitat der Woche von AXA Investment Managers:

    „Was wäre, wenn Spanien seine Staatsschulden nicht mehr am Markt refinanzieren könnte? “, so Chris Iggo, CIO Fixed Income bei AXA Investment Managers. „Solange ihre Rekapitalisierung nicht abgeschlossen ist, sind die Banken schwach. Überdies hat Moody’s Spanien gerade auf ein Rating von Baa3 heruntergestuft, gerade mal eine Note besser als Irland. Die Renditen haben nahezu das Niveau erreicht, bei dem Griechenland, Irland und Portugal Unterstützung anforderten. Spaniens Refinanzierungsbedarf beläuft sich in den nächsten drei Jahren auf knapp 120 Milliarden Euro. Hinzu kommt die Notwendigkeit, ein enormes – wenn auch sinkendes – Defizit zu stopfen. Sollte Spanien der Zugang zu den Finanzmärkten versperrt sein, besteht diese Gefahr auch für Italien – zu Lasten der insgesamt durch die Troika bereitgestellten Mittel. Und je mehr Länder unter den EU-Rettungsschirm schlüpfen müssen, desto schwerer tragen die verbleibenden Gläubigerländer. Damit steht auch das Kredit-Rating von Deutschland und Frankreich zur Disposition. Das ist nicht gerade die Art von Gegenseitigkeit, die man sich allgemein wünscht. Eine solche Entwicklung würde in den Gläubigerländern daher auf wenig Gegenliebe stoßen. Private Anleiheinvestoren außerhalb der Euro-Peripherie sehen sich in jedem Fall einem deutlich geschrumpften Anlageuniversum gegenüber. Spanien und Italien machen rund 30 Prozent des Staatsanleihemarktes der Eurozone aus. Sofern diese und andere Peripheriemärkte für Investoren weiterhin tabu sind – wohin soll das Geld dann fließen? Bislang haben Bundesanleihen von dieser Entwicklung profitiert, so dass die Renditen auf deutsche Staatspapiere auf den tiefsten Stand aller Zeiten gerutscht sind. Sollte die Entwicklung jedoch in Richtung gemeinsame europäische Staatsanleihen gehen, könnten sich Investoren gänzlich aus dem Euro-Raum verabschieden. Die Flucht in sichere Häfen würde die Renditen an den „risikofreien“ Anleihemärkten dann noch stärker drücken. Warum also auf eine erneute Auflage der quantitativen Lockerung setzen, wenn die Eurokrise die Renditen von Treasuries und Gilts ohnehin in den Keller treibt?“Antworten
    2.1
    9:59 Uhr
    19.06.
    pajeu
    Guten Tag Herr Stanzl!
    erstmal vielen Dank für Ihre Fleissarbeit! Der Punkt des AXA Managers trifft den Punkt:

    "Warum also auf eine erneute Auflage der quantitativen Lockerung setzen, wenn die Eurokrise die Renditen von Treasuries und Gilts ohnehin in den Keller treibt?“

    Ja, warum eigentlich? Europhilität der Fed? Wahlkampf des Obama, wenn Rommney kommen kann? Stützung des Aktienmarktes über den Sommer? hm. Wiederholt sich vielleicht doch 2011 mit einem Kurssturz in den Ferien?

    gruss

    pajeuAntworten
    3.1
    10:29 Uhr
    19.06.
    Jochen Stanzl
    Hallo pajeu!

    Das ist unmöglich zu beantworten. Notenbankpolitik ist nicht prognostizierbar. Das Statement des Axa-Managers, das sie ansprachen, treibt mich um, seitdem ich es gestern laß. Er hat absolut Recht. Andererseits gefällt mir auch, was Kornelius Purps, der Fixed Income Strategist bei der UniCredit heute morgen geschrieben hat: Die Erholung des EUR/USD, des DAX, der spanischen Staatsanleihen im Vorfeld der GR-Wahlen ist alleinig der etwas perversen Spekulation darüber zu verdanken, dass ein anti-eurozone-Wahlergebnis zum Beherzten Eingreifen der EZB führen wird. Am MO die Rolle rückwärts und die Renditen sprangen in Spanien auf neue Hochs, der EUR/USD geht um zwei Cents in die Knie, der DAX baut seine gesamten Gewinne ab. Aber das ist nur ein Teil der Wahrheit. Der andere ist: Es ist jetzt das Chaos-Szenario abgewehrt worden und ich bin nicht bereit zu glauben, dass das ohne Auswirkung an der Börse bleiben wird. Ein Teil der "Rolle rückwärts" in den Kursen am Montag ist auch darauf zurückzuführen, dass die Märkte GR keine Vorschusslorbeeren geben wollen - denn eine Regierung steht da unten ja noch gar nicht. Die Märkte erwarten irgendeine Art von Stimulus: Entweder geldpolitischer Natur (QE3, Twist2, LTRO3, Bazooka oder wie man das auch nennen mag) oder wirtschaftspolitischer Natur (hier sei etwa Hollandes Einwurf eines 120 Mrd. EUR schweren Wachstumspakts genannt) - die Spekulation hält sich persistent, wie ich hier gezeigt habe. Die Marke von 1613 USD wurde trotz dreimaliger Attacke der Bären bis jetzt (!) verteidigt:

    http://www.godmode-trader.de/blog/rohstoff/2012/06/19/gold-wie-der-todeskuss-zunchst-verteitelt-wurde/seite/1Antworten
    1.32
    14:25 Uhr
    18.06.
    Jochen Stanzl
    die Bank Sarasin regt in ihrem aktuellen Macro Fokus «Euro: Was muss die Politik tun?» an, dem Euro-Rettungsschirm (Europäischer Stabilitätsmechanismus, ESM) Zugang zur Europäischen Zentralbank zu erteilen. Nach Einschätzung der Bank Sarasin würde die Umwandlung des Fonds zu einer Bank seine Feuerkraft um ein Vielfaches erhöhen und dazu beitragen, die Märkte zu beruhigen. Des Weiteren unterstützt die Bank das von den deutschen «Wirtschaftsweisen» (dem Sachverständigenrat der deutschen Bundesregierung zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung) vorgeschlagene Konzept eines europäischen Tilgungsfonds, da dieser den Märkten genau das geben würde, was sie fordern: eine vollumfängliche Finanzierungsgarantie der Kernstaaten des Eurolands für die Peripherie in Verbindung mit strengen Bedingungen, die eine Haushaltskonsolidierung gewährleisten.

    http://www.sarasin.de/internet/iede/index_iede/about_us_news_iede?reference=140746&checkSum=C3DDE753634E80198A4A3BA7172DBD32Antworten
    1.33
    14:32 Uhr
    18.06.
    Zentralbänkler
    Hat jemand eine gute WKN für Short deutsche Bonds, denke das macht Sinn....Antworten
    1.34
    14:36 Uhr
    18.06.
    TheTrap
    Ich habe heute meine Shortpositionen auf die Deutsche Bank AG und Allianz verdoppelt:).. Die Griechenlandwahl hat meiner Meinung nach nichts mit dem DAX Rückgang von 7'200 auf 5'900 zu tun gehabt... Dieses mal war es eine ganz allgemeine Erkenntnis das die Wirtschaft nur vor einem totalen Kollaps mittels massivem Gelddruckens verhindert werden kann und dies nur vorübergehend, weitere Hauptgründe waren für mich auch die absolut verblassten Hoffnungen das USA die diesjährige Lokomotive werden könnte, auch China ist enttäuschend und das jetzt die Probleme Spanien und Italien noch hinzukommen, das sind für mich die Hauptgründe nicht die Griechen... Kommt diese Woche keine weitere Stimuli Ansage seitens FED, wird der Aktienmarkt nochmals einbrechen... Ich erwarte erst in cirka 2-3 Monaten weitere Stimuli... Letztes Jahr ist der DAX von 7'600 auf unter 5'000 eingebrochen und das nur wegen Griechenland und USA... Jetzt haben wir multiple Probleme und das auf globaler Ebene... Jetzt Aktien zu kaufen halte ich nicht wirklich für sinnvoll... Die big player dieser Welt wollen sicherlich noch einen tieferen Fall sehen bevor weitere Stimulis angekündigt werden...Antworten
    2.1
    16:55 Uhr
    18.06.
    Rene
    Dem kann ich nur zustimmen.
    Desweiteren wuerde es keinen Sinn machen, das Pulver der FED bereits jetzt zu vergeuden, da erst im November gewaehlt wird.

    und wenn ich sowas lese:
    http://www.eilpost.org/goldman-sachs-qe3-kommt-diese-woche/Antworten
    1.35
    18:47 Uhr
    18.06.
    Anja
    Und nun,die Spannung ist vorbei? Die Linken in GR haben nicht gewonnen und unsere Politiker sind begeistert, dass das ein klares JA zum EUR ist. Natürlich - das stand doch nie in Frage! Auch die Linke hätte den EUR behalten wollen, nur eben nicht sparen. Aber auch Samaras wird auf Zeit spielen; er steht doch innen-und außenpolitisch unter Feuer von allen Seiten.
    Letzlich ist nichts wirklich gelöst und an den Märkten hat sich nichts Dramatisches ereignet. Kein GR-Drama bewegt die Märkte auch nur annähernd so, wie Bernanke mit einer kleinen Äußerung!
    Wie geht es daher mit dem aktuellen DAX- und Gold-Investment weiter ? Meinen Stop bei Gold mit 1610 (es war ja mal 1.613 im Gespräch ) hatte ich zu eng gesetzt. Beim Dax ist ja noch alles gut.
    AnjaAntworten
    1.36
    15:15 Uhr
    19.06.
    Maykaefer
    Für was braucht man Gold, wenn man Euros besitzt.Antworten
    Kommentar schreibenListenansicht
    Feed zum Blog abonnieren: ATOM RSS Feed zu diesem Posting abonnieren: ATOM RSS

Feedback

Ihr Feedback zu GodmodeTrader.de

Möchten Sie einen Verbesserungsvorschlag machen, Kritik oder Lob anbringen?

Bevor Sie einen technischen Fehler melden gehen Sie bitte sicher
dass Ihr Browser/System mit unserem Portal kompatibel ist: Diagnose

In manchen Fällen kann es vorkommen, dass sich unsererseits Rückfragen zu Ihrem Feedback ergeben. Damit wir optimal auf Ihr Feedback eingehen können, möchten wir Sie daher bitten, Ihren Namen und Ihre E-Mailadresse anzugeben. Wir möchten Sie um Verständnis dafür bitten, dass wir nicht jedes Feedback persönlich beantworten können. Vielen Dank!

Vielen Dank für Ihr Feedback.