• Jens Rabe Optionstrader Katzenfreund & Mambo Tradingroom Edelweiß Tradingroom Total Pip

    Zurück zur Übersicht
    11.06.2012 9:21

    Prof. Max Otte schreibt "Fakten, Fakten, Fakten"

    Sehr geehrte Privatanleger,

    in Zeiten wie diesen nimmt die Furcht gerne überhand. Daher einige Fakten:

    Der Wert des gesamten italienischen Aktienmarktes entspricht nun der Marktkapitalisierung von Colgate-Palmolive (47 Mrd. Dollar).

    Die Marktkapitalisierung aller europäischen Finanztitel ist nun genauso hoch wie die Marktkapitalisierung der kanadischen Finanztitel (361 Mrd. Dollar).

    Der Wert aller italienischen und spanischen Aktien entspricht dem Wert des taiwanesischen Aktienmarktes.

    Alle portugiesischen Aktien sind zusammen so viel wert (16,4 Mrd. Dollar) wie Whole Foods Market, dem 191. Wert des S&P 500.

    Die Rendite der zehnjährigen U.S.-Staatsanleihe ist mit 1,56% in der Nähe ihres 200-Jahres-Tiefs vom November 1945 (Staatsanleihen sind so teuer wie nur einmal in der Geschichte).

    Die Rendite der zehnjährigen holländischen Staatsanleihe ist mit 1,61% am niedrigsten Punkt der letzten 500 (!) Jahre angelangt.

    Die Rendite der zehnjährigen deutschen Staatsanleihe ist mit 1,2% auf dem niedrigsten Stand der letzten 200 Jahre (ausgenommen die Hyperinflation von 1923 und 1924).

    Die Rendite der zehnjährigen französischen Staatsanleihe ist mit 2,35% auf einem 260-Jahrestief.

    Die Rendite der fünfjährigen englischen Staatsanleihe ist auf einem 110-Jahrestief.

    Viele europäische Aktienmärkte sind lächerlich billig. Die Renditen auf Staatsanleihen sind lächerlich gering. Selbst wenn es dort keine Inflations- und Insolvenzrisiken gäbe, wären diese Renditen lächerlich gering.

    Wer jetzt keine europäischen Aktien hat, wird es in der Zukunft bereuen. Wer jetzt zu viele Anleihen hat, wird es auch bereuen.

    Auf gute Investments!     Ihr  Prof. Dr. Max Otte

    Von Harald Weygand, Head of Trading bei GodmodeTrader.de
    Kommentar schreiben Listenansicht Drucken Bookmarken
    1.1
    11:40 Uhr
    11.06.
    CCC
    Alles Gold verkaufen und in Aktien gehen?Antworten
    2.1
    13:16 Uhr
    11.06.
    Maykaefer
    Natürlich nicht. Die Anleihemärkte sind hochsubventioniert und damit ist der Vergleich zu den Aktienmärkte nicht zulässig. Schliesslich sind die Risiken der Anleihen keinesfalls alle auf Jahrhunderttiefs.
    Es handelt sich hier um eine Jahrhundertblase !!!
    viele GrüsseAntworten
    1.2
    6:25 Uhr
    12.06.
    werner P.
    Herr Otte macht seit Monaten Werbung für griechische,italienische, spanische und sogenannte "billige" deutsche Aktien.Die Südländischen könnten aber auch verstaatlicht werden oder pleite gehen usw.,wenn das so sicher wäre, hätten schon lange Fonds oder Mitbewerber zugeschlagen, aber dem ist nicht so.Und die billigen deutschen Aktien, wie RWE oder Eon,wo wahrscheinlich Hr.Otte investiert ist(wie aus seinen zahlreichen Kolumnen zu entnehmen ist) sind da schon mal 50% Buchverlust aufgetreten. Ein Sprichwort sagt ;wer billig kauft , kauft auf Sicht Teuer.Antworten
    1.3
    18:28 Uhr
    13.06.
    armandogui
    "... wer jetzt keine Aktien hat ...." kauft sie innerhalb der nächsten zwei Monate noch günstigerAntworten
    1.4
    9:01 Uhr
    14.06.
    Heinz Stiller
    werner P.:"... wenn das so günstig wäre, hätten schon lange Fonds zugeschlagen".
    Nein, die halten sich nicht vom Kauf zurück, weil die massenhafte Verstaatlichungen oder Pleiten in Italien und Spanien fürchten (GR ist was anderes), sondern weil sie nicht wissen, in welcher Währung sie ihre Aktien später verkaufen können. Aber zumindest im Falle Spanien ist selbst eine Rückkehr zur Pesete mittlerweile eingepreist.
    "wer billig kauft,kauft auf Sicht teuer". Diese zu kurz greifenden Sprüche von Charttechnikern kenne ich von den letzten Tiefs zur Genüge. Als der Dax vor einigen Jahren bei der Mega-Baisse bei ca. 3700 nach oben drehte, war KBV 1 bei etwa 3800/3900. Als er vor einigen Monaten bei 4900nochwas drehte, war das auch im Bereich KBV1. Bewertungen spielen in bestimmten Situationen sehr wohl eine Rolle. Ich habe bei 5000 deshalb kräftig zugegriffen und gut verdient, obwohl damals einige superschlaue Chartisten hier von Bärenflaggen faselten (war auch charttechnisch Blödsinn) und genau die Argumente brachten, die jetzt wieder zu hören sind (Lernfähigkeit Null).
    Da die deutschen Firmen mittlerweile kräftig zugelegt haben und auf Cash-Bergen sitzen, ist KBV1 mittlerweile eher im Bereich 5500 (+-100 Punkte, je nach Berechnung).
    Es ist einzubeziehen, dass bei Auseinanderbrechen des Euro ja deutsche Aktien in irgendeiner Währung später verkauft werden müssten, in Mark oder Nord-Euro. Der würde ja stark aufwerten.
    Zudem müssen wir über die reinen Charts die Markttechnik im weiteren Sinn sehen. Wir haben ja eigentlich sowas wie einen Zombie-Markt, der offenbar nicht sterben kann. Es fliehen insbesondere die Anglo-Investoren aus Euro-Assets (s. z.B. die Pimco-Aussagen). Jeder rechnet mit dem Grexit, einige mit Spexit. Und dem entsprechenden Crash.
    Wie viele Crashs kommen, wenn soviele damit rechnen??
    Diese Katastrophen sind die meistbesprochenen seit der Sintflut. Die Sentiment-Indikatoren sind fast auf Weltuntergangsniveau, Short-Positionen und Cash auf Rekordhöhe, Soros, Lagarde und viele andere verbreiten Panik-News.
    Wenn das eintrifft, was die meisten befürchten, wird die Auswirkung begrenzt sein. Denn Draghi hat noch beträchtliche Waffen im Arsenal, er kann die Knofel-Renditen deckeln, indem er massiv alles aufkauft, was bestimmte Wert überschreitet, er kann noch grössere LTROs raushauen, er kann PRAKTISCH mit ein bisschen juristischer Spitzfindigkeit zum Lender of last resort werden. Wenn es Spitz auf Knopf steht, wird sich dem keine Regierung entgegenstellen.
    Ich würde jetzt nicht massiv short gehen, nur mit kleineren Beträgen.Antworten
    Kommentar schreibenListenansicht
    Feed zum Blog abonnieren: ATOM RSS Feed zu diesem Posting abonnieren: ATOM RSS

Feedback

Ihr Feedback zu GodmodeTrader.de

Möchten Sie einen Verbesserungsvorschlag machen, Kritik oder Lob anbringen?

Bevor Sie einen technischen Fehler melden gehen Sie bitte sicher
dass Ihr Browser/System mit unserem Portal kompatibel ist: Diagnose

In manchen Fällen kann es vorkommen, dass sich unsererseits Rückfragen zu Ihrem Feedback ergeben. Damit wir optimal auf Ihr Feedback eingehen können, möchten wir Sie daher bitten, Ihren Namen und Ihre E-Mailadresse anzugeben. Wir möchten Sie um Verständnis dafür bitten, dass wir nicht jedes Feedback persönlich beantworten können. Vielen Dank!

Vielen Dank für Ihr Feedback.