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    29.07.2012 16:00

    DAX - Draghi packt erste Bazooka aus, Index explodiert

    Kurzfristig kleine Rally, mittelfristig "tricky"!

    Im DAX läuft seit Donnerstag ein stark impulsiver Anstieg, der vermuten läßt, dass der eine oder andere Leerverkäufer auf dem falschen Fuß erwischt worden ist und seine Positionen zurückkaufen muß. Dieses Shortseller-Grillen dürfte kommende Woche anhalten.

    DAX : 6.689 Punkte

    DAX Kursziele liegen nun bei 6.900 und anschließend bis zu 7.000 Punkten.   Zeitfenster kurzfristig.

    Mittelfristig dürfte der Markt volatil und "tricky" bleiben!  
    Die Charttechniker von Goldman Sachs erwarten steigende italienische Renditen (10y yields) in Richtung 8,5%.  Bekanntermaßen bedeuten Renditen über 7% ein echtes Problem. S. auch Spanien.

    Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit nicht investiert

    Kursverlauf seit 28. Mai 2012  (1 Kerze = 1 Tag)
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    Dow Jones : 13.097 Punkte

    Am gestrigen Freitag brach der Dow Jones aus einem mehrwöchigen instabilen Kursmuster über den Widerstand bei 13.000 Punkten nach oben aus.  Dies bedeutet ein kurzfristiges Kaufsignal bis 13.450 Punkte.  Im Bereich der 13.450er Marke ist dann wieder mit einem Abprallen nach unten zu rechnen.

    Kursverlauf seit 27.02.2012  (1 Kerze = 1 Tag)



    Für das Einschätzen der Märkte in der aktuellen Marktphase ist folgendes zur Kenntnis zu nehmen.  Zu Beginn der Finanzkrise 2007 war der US Notenbank FED die Brisanz der Lage nicht klar. 

    Seit Bear Stearns, Lehman Brothers, AIG, etc. ist dies aber sehr wohl der Fall.  US Politik und US Notenbanker haben die Märkte sehr genau im Blick.  Je nachdem, wie sich der Markt verhält, schickt Bernanke Mitglieder des Offenmarktausschußes vor die Presse, die bei fallenden Aktienmarktkursen ein QE3.0 für möglich halten und bei wieder steigenden Märkten QE3.0 nicht für nötig halten.  Verbalintervention nennt man dies.

    Eines scheint gewiß.  Sollten die Märkte wirklich anfangen nach unten durchzufallen, dürfte die FED wieder Maßnahmen bekanntgeben, die den Markt stabilisieren.  Deshalb sollte man eine Leerverkaufsbereitschaft in einen Abverkauf sorgfältig überdenken.  Viel sinnvoller erscheint ist, während eines möglichen Sell Offs abzuwarten, bis die FED wieder in den Markt geht und dann kaufen.




    Euro gegenüber US-Dollar  (EUR/USD) - Auch hier ist ein guter Short Squeeze wahrscheinlich!

    Also kurzfristige Kursanstiege, aber kein großer Boden!

    Kursverlauf (oben) seit 14.05.2012  (1 Kerze = 1 Tag)
    Kursverlauf (unten) seit Dezember 2011  (1 Kerze = 1 Woche)



    Auch in Euro gegenüber Yen   (EUR/JPY)  ist eine temporäre Erholung möglich

    Kursverlauf seit September 2008  (1 Kerze = 1 Woche)



    Meine Damen und meine Herren.  

    Ich vergleiche die Profession des aktiven Anlegers (Traders) mit der des Jägers.  Ein Jäger klettert auf seinen Hochsitz, macht es sich dort gemütlich, packt behutsam seine Flinte aus, bringt sie in Anschlag und wartet ... und wartet ... Was er nicht macht, ist wild um sich zu schießen.  Nein, er hat Geduld und wartet bis das Wild auf der Lichtung auftaucht.  Der Jäger zielt, er wartet bis das Wild in einer möglichst guten Position ist, dann drückt er einmal ab.  Einmal.  Und für den Fall, dass der kapitale Eber zwar auftaucht, aber partout immer wieder von anderen Tieren und Pflanzen verdeckt wird, schießt der Jäger überhaupt nicht. 

    Auf was möchte ich hinaus ?   Wir als Trader sollten in Ruhe den Markt sondieren und auf echte Gelegenheiten warten.   Und wenn Sie einen Trade eröffnen, verschießen Sie nicht zuviel Ihres Pulvers.  Viele kleine Einzelgewinne ergeben einen angemessenen, größeren Gewinnberg.  Vermeiden Sie es, mit einem Trade den "lucky punch" erzielen zu wollen.  In der absoluten Mehrzahl der Fälle wird Ihnen das nämlich nicht gelingen.

    Herzlichst,
    Ihr Harald Weygand - Head of Trading bei GodmodeTrader.de


    DAX - Ab jetzt 1-2 Handelstage hoch, aber ...
    26.07.2012, 00:00 Uhr


    ... dann wird es wieder "tricky".  Ich erwarte mit hoher Wahrscheinlichkeit, dass der DAX ausgehend von der Unterstützung bei 6.375 Punkten 1-2 Handelstage ansteigen kann.  Das Ziel für diese kurzfristige Erholung liegt bei 6.572 Punkten. 

    DAX: 6.406 Punkte

    Erfahrene, spekulativ ausgerichtete Anleger können den DAX mit einem Stoploss unter 6.375 Punkten kaufen. Ziel 6.572 Punkte.

    Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit nicht investiert

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    DAX - Mehrwöchige Reliefrally möglich, aber ...
    02.07.2012, 14:30 Uhr


    ... seien Sie auf der Hut.  Der Markt ist nach wie vor in einer fragilen Verfassung.  Jederzeit können die Kursnotierungen wieder anfangen zu bröckeln.  Aus heutiger Sicht erwarten wir die nächste größere Trendbewegung eher nach unten.


    DAX: 6.477 Punkte

    Die Märkte treiben die Politik in der Eurozone weiter vor sich her.  Wer sich reflexartig sagt, dass das so nicht sein könne und die Märkte verboten gehören, der ist sich nicht bewußt, dass unser konjunkturelles Geschehen nuneinmal auf den Finanzmärkten basiert.  Wenn sich Staaten zu stark verschulden, dann ist dies der Fehler der jeweiligen Politik. Wenn die Verschuldung nun gerade viele gewichtige Mitglieder der Eurozone betrifft, dann ist dies der Fehler derer, die den Grundstein des Euros legten. Merkel und Co müssen nun innerhalb kürzester Zeit, - wobei das auch stark relativ zu sehen ist -, Versäumnisse der Vergangenheit aufarbeiten und stehen dabei fortlaufend mit dem Rücken zur Wand.

    Seit Mitte Mai dieses Jahres hat sich nach dem starken Kursanstieg von Freitag vergangener Woche ein kleiner inverser SKS Boden ausgebildet. Am heutigen Tag ist eine wichtige Buy Triggermarke bei 6.446 Punkten unter Beschuß.  Bei 6.560 Punkten wartet ein nachgeschalteter Widerstand, an dem der Index zunächst nach unten abprallen kann.  Der Startschuß für eine überschaubare Reliefrally fällt dann, wenn dem DAX der Anstieg über 6.560 Punkte auf Tagesschlußkursbasis gelingt.  Das ist die Bedingung!   Kein Anstieg über 6.560 Punkte würde bedeuten, dass die Reliefrally wieder abgewürgt wird.

    Steigt der DAX auf Tagesschlußkursbasis über 6.560 Punkte an, generiert dies ein überschaubares Kaufsignal mit möglichen Kurszielen bei 6.700 und 6.840 Punkten.  Vielleicht sind anschließend auch 6.840 Punkte möglich.


    Wie eingangs geschrieben, aus heutiger Sicht erwarten wir die nächste größere Trendbewegung eigentlich nach unten. Das Maß aller Dinge nach unten ist die Chartmarke bei 6.096 Punkten.  Geben die Marktteilnehmer diese Marke auf, wäre dies gleichbedeutend mit einem mittelfristigen Verkaufssignal zunächst bis 5.366 Punkte.

    Herzlichst, 
    Ihr Harald Weygand - Head of Trading bei GodmodeTrader.de 

     

    Von Harald Weygand, Head of Trading bei GodmodeTrader.de
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    1.1
    8:48 Uhr
    30.07.
    Stefan
    "Je nachdem, wie sich der Markt verhält, schickt Bernanke Mitglieder des Offenmarktausschusses vor die Presse, die bei fallenden Aktienmarktkursen ein QE3.0 für möglich halten und bei wieder steigenden Märkten QE3.0 nicht für nötig halten."

    Das sehe ich schon lange so und ist auch vernünftig.

    Schließlich ist ein QE kein Konjunkturpaket zum Ankurbeln der Realwirtschaft, sondern man kann damit nur Kurse pushen - aber die US-Aktienkurse sind ohnehin extrem hoch.Antworten
    1.2
    22:07 Uhr
    30.07.
    Toni
    Also was ich mir jetzt an Berichterstattung, Infos und Meinungen rd. um den Fall Draghi reingezogen habe ist klar, daß beide Notenbankpräsidenten weder liefern werden können noch wollen.

    In den USA läuft die Wirtschaft noch nicht schlecht genug bzw. die Signallage ist nicht klar genug als das Heliben schon wieder was drauflegen könnte und Draghi hat anscheinend wirklich bloß geblufft. Er wird auf jedenfall außer wager Andeutungen, Versprechungen ect. weder eine Lösung noch die große Bazooka am Donnerstag präsentieren können.

    GrußAntworten
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