Rückblick:
Innerhalb der Leitindizes wurden zuletzt wichtige Unterstützungszonen erreicht. Der DAX ist weiter abgerutscht und kämpft seit einigen Handelstagen um die exp.GDL 200 im Bereich der 6.500 Punkte, der Dow Jones hat das Niveau um 12.700 Punkte wieder erreicht. Eine Stärkere Gegenbewegung zur Oberseite ist ausgehend von diesem Niveau jederzeit möglich, ein Abrutschen darunter würde hingegen eine auch zeitlich nochmals ausgedehnte Korrektur erwarten lassen.
Es kommt aus diesem Grund derzeit zu einer Positionierung in beiden Richtungen. Starke Basiswerte werden auf der Longseite, schwache Basiswerte auf der Shortseite gehandelt. So ließ sich auch bereits in den vergangenen Wochen im schwächeren Marktumfeld auf Basis der Einzeltitel profitieren. Wie bereits angekündigt, belastet im Falle nachgebender Märkte zunächst die mittelfristig marktneutrale Positionierung auf Basis der Volatilität. Diese Belastung wurde kurzfristig einkalkuliert und ist auch bereits erfolgt. Mittelfristig stellt dies allerdings kein Problem dar, denn ein zwischenzeitlicher Volatilitätsanstieg erhöht die Chancen dieser Strategie wieder erheblich. Stagnierende Volatilität kompensiert die zuletzt aufgelaufenen Kursrückgänge Stückweise, das erhöhte Niveau bietet darüber hinaus eine Vergrößerung des mittelfristigen Potenzials. Die Volatilität innerhalb der Fondsentwicklung wird weiterhin erhöht bleiben.
Seit der grundsätzlichen Erhöhung des Risikos innerhalb der Positionierung Mitte März hat der DAX 6,5% abgegeben, der Dow Jones 2,0% und der EuroStoxx 12,5%. Der Fonds musste in diesem Zeitraum der Abwärtsbewegung einen Verlust von 1,0% verkraften. Basierend auf dem Rückgang des Marktes seit Mitte April notiert der Fonds derzeit unverändert wobei hier der Rückgang der stark reagiblen Volatilitätskomponente zum Tragen kommt. Wie beschrieben, wird dies aufgrund der dadurch folgenden Erhöhung des mittelfristigen Potenzials akzeptiert.
Ausblick:
Vorerst wird weiter in beiden Richtungen am Markt agiert. Dabei liegt der Focus auf wenigen Einzelpositionen auf der Long- und auch auf der Shortseite, diese allerdings mit erhöhten Einzelrisiken. Dies birgt die Gefahr, zwischenzeitlich auf den falschen Sektor zu setzen, aber auch die Chance, wie in den vergangenen Wochen mehrfach der Fall, auch auf beiden Seiten zu partizipieren. Werden die Unterstützungszonen der Leitindizes mit kurzfristigen Böden noch bestätigt, dann erfolgt eine deutliche Erhöhung der Positionierung auf der Longseite. Alternativ werden die Shorts weiter ausgebaut. Eine nochmalige Ausdehnung des Drawdowns aus der Volatilitätskomponente heraus wird einkalkuliert wobei zu beachten ist, dass diese nicht grundsätzlich belastet wenn der Markt fällt. Ab einem bestimmten Punkt steigender Vola stellt sich auch hier wieder ein sehr positiver Effekt ein. Aus diesem Grund läuft diese mittelfristig marktneutrale Position unverändert.