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in der vergangenen Woche hat wieder einmal kein anderes Thema die Märkte so sehr beherrscht wie Spekulationen über die Frage, wann die US-Notenbank die Leitzinsen wieder anheben wird. Auch wenn viele Mitglieder des Offenmarktausschusses der US-Notenbank betonen, dass die Zinsen prinzipiell bei jeder Sitzung angehoben werden könnten und dass angesichts der Fortschritte auf dem US-Arbeitsmarkt auch eine Zinsanhebung im September möglich sei, dürfte es aller Wahrscheinlichkeit nicht dazu kommen. Die Finanzmärkte preisen aktuell nur eine Wahrscheinlichkeit von 18 Prozent ein, dass im September tatsächlich eine Zinsanhebung verkündet wird. Denn eine solche Zinserhöhung würde direkt in die heiße Phase des US-Wahlkampfes fallen. Die US-Notenbank wird sich aber auf keinen Fall eine Beeinflussung vorwerfen lassen wollen, weshalb eine Anhebung im September sehr unwahrscheinlich sein dürfte. Ganz anders sieht es im Dezember aus: Nachdem das gesamte Jahr über die Leitzinsen nicht angehoben wurde, obwohl für dieses Jahr eigentlich vier Zinserhöhungen um jeweils 0,25 Prozentpunkte in Aussicht gestellt wurden, dürfte es für die Fed schon eine Frage der Glaubwürdigkeit sein, ob es zumindest im Dezember dazu kommt. Eine Zinserhöhung würde den Märkten signalisieren, dass die Fed weiter an die Erholung der Wirtschaft glaubt und an der Normalisierung der Geldpolitik arbeitet.

Ihr Oliver Baron

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