Dreiecke bilden Konsolidierungsformationen innerhalb der übergeordneten Trendbewegungen. Diese können Hinweise auf eine Fortsetzung der übergeordneten Bewegung bieten, aber auch einen bevorstehenden Trendwechsel ankündigen. In der folgenden Abbildung ist ein steigendes Dreieck dargestellt.

Abbildung 1

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Hier erreicht der Kursverlauf innerhalb einer Aufwärtsbewegung einen Hochpunkt und geht in eine Konsolidierung über. Nach einem Zwischentief reicht der aufgebaute Kaufdruck nicht mehr aus um das vorherige Hoch zu überwinden und der Kursverlauf prallt daran nach unten ab. Kann während der folgenden Konsolidierung ein markantes Zwischentief gebildet werden, welches sich oberhalb des Vorgängertiefs befindet, ist das steigende Dreieck definiert. Spekulieren kann der Trader dann auf eine bevorstehende weitere Aufwärtsbewegung. Im Dreieck wird ersichtlich, dass das Aufkommen von Kaufdruck im Markt jeweils früher erfolgt. Der an der starken Widerstandslinie aufkommende Verkaufsdruck beendet diese Bewegungen aber wieder. Innerhalb der enger werdenden Kursspanne wird während der laufenden Konsolidierung Druck aufgebaut, der sich mit einem Ausbruch daraus in einer stärkeren trendierenden Bewegung entladen sollte. Das jeweils frühere Aufkommen des Kaufdruckes deutet hier einen Kursausbruch nach oben, und damit ein Signal für einen Aufbau von Longpositionen an.

Aus dieser Konsolidierungsformation kann der Trader darüber hinaus ein Kursziel für die folgende Aufwärtsbewegung ableiten (siehe Abbildung 2). Dafür wird die größte Ausdehnung innerhalb des Dreiecks, in der Abbildung mit A bezeichnet, auf die Widerstandslinie aufgesetzt.

Abbildung 2

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Klassisch erfolgt der Einstieg in eine neue Longposition während der über die Widerstandslinie laufenden Ausbruchsbewegung.

Abbildung 3

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Eine Absicherung der Position wird dann unterhalb der verlängerten Unterkante der Dreiecksformation platziert. Aus Sicht des Chance-Risiko Verhältnisses ist diese Variante des Einstieges (siehe Abbildung 3) eher ungünstig. Zu diesem Zeitpunkt, nach einer von der Dreiecksunterkante erfolgten Aufwärtsbewegung, liegt häufig bereits ein überkaufter Zustand vor, der anfällig für eine bald folgende Konsolidierung ist. Darüber hinaus ist die Entfernung des klassischen Stopp-Loss sehr groß im Vergleich zum sich bietenden Kurspotenzial.

Abbildung 4

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Besser ist daher Variante 2 (siehe Abbildung 4). In diesem Fall ist bereits ein Ausbruch aus der Dreiecksformation erfolgt und es läuft eine Pullbackbewegung, zurück auf die gebrochene Dreiecksoberkante. Prallt der Kurs dort nach oben ab, kann der Trader die Auflösung des Dreiecks nach oben als bestätigt betrachten. Die Wahrscheinlichkeit einer fortgesetzten Aufwärtsbewegung wird dadurch erhöht, und es kann eine relativ enge Absicherung der Position erfolgen, da die Dreiecksunterkante sich nicht weit vom Einstiegsniveau entfernt befindet.

Dieses Prinzip eines steigenden Dreiecks lässt sich vollständig umkehren. Für den Fall, dass der Kurverlauf über einer definierten Unterstützung eine Abwärtstrendlinie bildet, handelt es sich spiegelbildlich um ein fallendes Dreieck. Der hier jeweils früher aufkommende Verkaufsdruck deutet letztlich eine folgende Abwärtsbewegung bei einem Bruch der Unterstützung an. Diese Formation können Sie spiegelbildlich wie ein steigendes Dreieck behandeln (siehe Abbildung 5).

Abbildung 5

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