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Wer langfristig erfolgreich an den Börsen agieren will, der kommt an den Grundlagen des Money Managements nicht vorbei: Ziel ist es, die Verlustrisiken einer Position, aber auch die des gesamten Depots möglichst gering zu halten. Mit gutem Money Management wird erreicht, dass auch nach einer Phase häufiger Verluste ausreichend Tradingkapital zur Verfügung steht, um neue Chancen am Markt nutzen zu können. Phasen mit Verlusten im Handel wird jeder Trader zwangsläufig durchleben, entscheidend ist dabei aber, diese in jedem Fall gut zu überleben. Die Rechnung ist nämlich sehr einfach. Wenn ein Trader das vorhandene Kapital um 100 % vergrößert, also verdoppelt, dann genügt bereits der Verlust von nur 50 %, um wieder das Ausgangsniveau zu erreichen. Umgekehrt ist bei einem Verlust des Depots von 50 % bereits eine anschließende Verdopplung nötig, nur um die Verluste wieder auszugleichen.


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Die 1-Prozent-Regel

Deshalb ist es entscheidend, in jeder eingegangenen Position nur einen festgelegten Prozentsatz des verfügbaren Depotkapitals zu riskieren. Eine übliche Größe dafür liegt bei einem Prozent. Ziel ist es also, bei jedem negativen Trade nur 1 % des Tradingkapitals zu verlieren. Das bedeutet aber nicht, dass Sie nur 1 % des Depotkapitals für den Trade verwenden, sondern, dass die Positionsgröße so gewählt wird, dass der Verlust im worst case unter 1 % Ihres Gesamtkapitals bleibt.

Wie sieht dies also konkret aus? Angenommen, Ihre Tradingposition wird bei 100 Euro eröffnet, der Stopp-Loss wird bei 95 Euro gesetzt. Somit werden je Aktie genau 5 Euro riskiert. Liegt nun ein Depotkapital von 10.000 Euro vor, dann entsprechen 1 % davon genau 100 Euro, die maximal verloren werden dürfen. Da pro Aktie genau 5 Euro bis zum Stopp-Loss verloren werden, können genau 20 Stücke gekauft werden, um nicht mehr als die 100 Euro oder 1 % des Gesamtdepots zu verlieren.

Risiko des Gesamtdepots

Wenn in einer Position nur 1 % riskiert wird, bedeutet dies nicht, dass nur eine Position eröffnet werden kann. Der Trader kann natürlich mehrere Positionen gleichzeitig kaufen, das Gesamtrisiko für den Extremfall, dass alle Positionen im Verlust enden, sollte aber berücksichtigt werden. Als Faustregel lässt sich ein Wert von 10 % festlegen, welcher in der Summe der Einzelrisiken der Positionen nicht überschritten werden sollte. Zu berücksichtigen ist, dass bei einem dicht am Einstiegspunkt liegenden Stopp-Loss-Punkt eine Position sehr groß werden kann, auch wenn in dieser nur 1 % riskiert wird. Daraus kann bei unerwarteten Meldungen über Nacht ein sehr hohes Gap-Risiko (Kurslücken) für den Folgetag entstehen. Eine einzelne Position sollte deshalb, auch wenn diese der 1 %-Regel entspricht, nicht größer als 25 % des Depotwertes werden.