1. Leichte Handhabung: Ein Hebelzertifikat hat wie eine deutsche Aktie eine Wertpapierkennnummer (WKN). Es wird wie eine Aktie gekauft und verkauft.
  2. Handel über ein bestehendes, gewöhnliches Wertpapierdepot. Es muß kein neues zusätzliches Konto eröffnet werden, wie es für den Handel von Futures, Devisen oder CFDs erforderlich ist. Gehandelt werden Hebelzertifikate wie Aktien an Kassabörsen. Und damit nicht an Terminbörsen. Viele Onlinebroker bieten den Direkthandel mit dem Emittenten an, so dass die Börsengebühren eingespart werden können.
  3. Profitieren an steigenden und fallenden Kursen gleichermaßen: Long und short. Mit Hebelzertifikaten läßt sich überproportional an steigenden Kursen eines Basiswerts profitieren und mit Hebelzertifikaten läßt sich überproportional an fallenden Kursen eines Basiswerts profitieren. Gerade Letzteres war zum Zeitpunkt der Einführung dieses Produkts ein Novum für Kleinanleger.
  4. Hebelwirkung: Mit einem Hebelzertifikat läßt sich an der Kursbewegung eines Basiswerts, beispielsweise einer Aktie, überproportional profitieren. Ein gehebeltes Bullzertifikat mit einem Hebel von 20 steigt das Zwanzigfache des Anstiegs des zu Grunde liegenden Basiswerts. Die Möglichkeit überproportional profitieren zu können, birgt allerdings auch das Risiko überproportional zu verlieren. Bewegt sich der Kurs des Basiswerts entgegen der erwarteten Kursverlaufsrichtung, werden selbstverständlich auch die Verluste gehebelt.
  5. Hebelzertifikate ermöglichen den Zugang zu allen großen Finanzmärkten. Es gibt Hebelzertifikate auf Aktien, Indizes, Devisen, Rohstoffe, Zinsen. Jeder Kleinanleger hat also über sein bereits bestehendes Depot die Möglichkeit, in den aufgezählten Märkten aktiv zu handeln.
  6. Transparente, leicht nachvollziehbare Preisung. Die Preisbildung der Hebelzertifikate ist nicht wie bei Optionsscheinen von zusätzlichen Einflußgrößen wie Volatilität und Zeitwertverlust abhängig. Tendenziell bewegen sie diese Produkte linear mit dem Basiswert, auf den sie emittiert werden.
  7. Transaktionsgebühren: Der Käufer des Hebelzertifikats trägt die Finanzierungskosten, die dem Emittenten durch das Eingehen der Absicherungsposition entstehen. Diese werden entweder als geringer Aufschlag auf den Kurs des Hebelzertifikats aufgeschlagen oder durch eine tägliche geringfügige Anpassung. Darüber hinaus kommt es bei einem Hebelzertifikat zu einem vergleichsweise höheren Spread, der Spanne zwischen Ankaufskurs und Verkaufskurs, gegenüber einem Investment im Basiswert. Der Handel der direkt zu Grunde liegenden Märkte, beispielsweise Futures und Devisen, ist gegenüber dem Handel der Hebelzertifikate effizienter, kostensparender und schneller.
  8. Schnelle Orderausführung: In der Regel werden Orders auf liquide Basiswerte nahezu in Realtime ausgeführt. Emittenten setzen die Orders an den zu Grunde liegenden Märkten um. Sprich, sie hedgen sich ab. Bei illiquiden Märkten oder in bestimmten Marktphasen auch an vergleichsweise liquiden Märkten wie beispielsweise dem DAX (Future) kann es deshalb gelegentlich zu Verzögerungen der Orderausführung kommen. Es gibt aber auch Sondersituationen, - beispielsweise im Vorfeld wichtiger, stark kursbeeinflussender Nachrichten - , in denen Emittenten bewußt phasenweise den Slot schließen, obwohl die zu Grunde liegenden Märkte weiterlaufen. Der Grund hierfür ist der, dass viele Emittenten in solchen Sondersituationen das Risiko eines kurz bevorstehenden Gaps, nicht tragen wollen. Die Geschwindigkeit der Orderausführung ist nicht vergleichbar mit der beim Handel von Futures, Devisen oder Aktien via Direct Access. Ganz einfach deswegen, weil beim Handel von Hebelzertifikaten Broker und Emittent bis zur tatsächlichen Umsetzung der Order am Markt zwischengeschaltet sind.
  9. Hebelzertifikate mit "Open end"- Charakter: Sie weisen also eine unbegrenzte Laufzeit auf. Wenn Sie mögen, können Sie also auf eine Aktie mit einem Hebelzertifikat mittelfristig investiert sein und beispielweise eine mittelfristige Aufwärtsbewegung gehebelt mitnehmen. Zu beachten, sind die leicht unterschiedlichen Finanzierungsmodi der unterschiedlichen Hebelzertifikatetypen.
  10. Gegenüber dem direkten Futureshandel ist das Risiko auf den Totalverlust des Kapitals beschränkt, mit dem das Hebelzertifikat gekauft wird. Einen weitergehender Verlust mit daraus resultierender Nachschußpflicht, wie es beim Handel mit Futures oder CFDs möglich ist, gibt es bei Hebelzertifikaten nicht.