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zwei Mitglieder der US-Notenbank haben mit ihren Aussagen zur künftigen Geldpolitik erneut für erhebliche Bewegungen an den Finanzmärkten gesorgt. Der Präsident der regionalen Notenbank von San Francisco, John Williams mahnte in einem Beitrag für eine Zeitschrift an, die Orientierung der Geldpolitik an der Inflationsrate zu überdenken.

Da der sogenannte "neutrale Zins", der auf die Wirtschaft weder stimulierend noch bremsend wirkt, in den vergangenen Jahrzehnten deutlich gesunken sei, könne die Orientierung am Ziel einer Inflationsrate von zwei Prozent den Notenbanken möglicherweise nicht genug Spielraum lassen, um mit Zinssenkungen die Wirtschaft im Falle einer Rezession ausreichend anzukurbeln, schrieb Williams in einem am Montag veröffentlichten Beitrag.

Als möglichen Ausweg schlug Williams vor, das Inflationsziel der Notenbanken anzuheben oder die Orientierung an der Inflationsrate ganz aufzugeben und stattdessen eine Orientierung der Geldpolitik zum Beispiel am nominalen Wirtschaftswachstum einzuführen. An den Finanzmärkten wurden die Anmerkungen als Signal interpretiert, dass die Zinsen länger als bisher erwartet auf dem aktuellen Niveau bleiben könnten. Der Dollar gab deutlich nach, während der Goldpreis kräftig zulegen konnte. Ein anderes einflussreiches Mitglied der US-Notenbank deutete hingegen eine baldige Leitzinserhöhung an. Eine baldige Zinserhöhung sei wahrscheinlicher als dies an den Märkten oft angenommen werde, sagte William Dudley, Präsident der regionalen Notenbank von New York, am Dienstag. Eine Leitzinserhöhung sei bereits September möglich.

Ihr Oliver Baron

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