New York (BoerseGo.de) – Die Bank of America hat im zweiten Quartal einen überraschend hohen Gewinn erzielt. Im Vorjahresquartal war dagegen noch ein kräftiger Verlust angefallen. Der Umsatz traf dagegen fast den Konsens und hielt keine Überraschungen parat.
Das Institut verdiente 2,46 Milliarden US-Dollar oder 0,19 US-Dollar je Aktie, verglichen mit einem Verlust von 8,83 Milliarden US-Dollar oder 0,90 US-Dollar je Aktie im Vorjahreszeitraum. Die Analystenschätzung lag nur bei 0,15 US-Dollar je Aktie.
Im Vorjahr fielen zahlreiche Einmaleffekte an, die das Ergebnis verhagelt hatten. Darunter waren unter anderem steuerliche Einmaleffekte, Rückstellungsaufwendungen sowie die Wertminderung von Firmenwerten. Zudem musste ein teurer Vergleich wegen eines umstrittenen Hypothekengeschäfts getroffen werden, der alleine 9,1 Milliarden US-Dollar gekostet hatte.
Der Umsatz im zweiten Quartal stieg auf 22,2 Milliarden US-Dollar, von 13,48 Milliarden US-Dollar vor einem Jahr. Die befragten Analysten hatten einen Umsatz von 22,77 Milliarden US-Dollar erwartet.
Die Qualität des Kreditportfolios konnte verbessert werden. Die Rücklagen für faule Kredite fielen auf den niedrigsten Stand seit Anfang 2007. Die Risikovorsorge für ausfallgefährdete Kredite betrug 1,77 Milliarden US-Dollar, verglichen mit 3,26 Milliarden US-Dollar vor einem Jahr und 2,42 Milliarden US-Dollar im ersten Quartal.
Die Aktien sind vorbörslich um gut 2 Prozent gestiegen. Seit Jahresbeginn ist die Aktie rund 42 Prozent im Plus.



