Frankfurt (BoerseGo.de) – Josef Ackermann hat in einem Pressegespräch die Re-Nationalisierung der europäischen Bankenmärkte als "besorgniserregend" bezeichnet. Der Schweizer plädiert vielmehr für die Einrichtung eines europäischen Bankenrettungsfonds. Ein solcher Fonds zur geordneten Sanierung oder Abwicklung von Banken sei "wünschenswerter denn je, betonte der demächst aus dem Amt scheidende Deutsche Bank-Vorsitzende im „Spiegel“. Dieser könne "zur Stabilisierung von Bankensystemen, zur Restrukturierung auch großer grenzüberschreitender Banken, zur Sicherung des Finanzbinnenmarkts und zur Vermeidung von Wettbewerbsverzerrungen durch nationale Regelungen" dienen.
Derzeit läuft die Debatte, ob finanziell angeschlagene Banken direkten Zugriff auf den
Euro-Rettungsschirm ESM erhalten sollen. Die Europäische Zentralbank (EZB) will dies Medienberichten zufolge prüfen. Bislang soll der Fonds nur in Not geratenen Regierungen aushelfen dürfen, die im Gegenzug harte Spar- und Reformauflagen erfüllen müssen. Die Bundesregierung in Berlin hat bislang direkte Finanzspritzen der Rettungsfonds ESM und EFSF an kapitalschwache Banken strikt abgelehnt.



