WIEN (Dow Jones) - Etwas fester und auf Jahreshoch hat der österreichische Aktienmarkt am Montag geschlossen. Die nur schleppend verlaufenden Verhandlungen zwischen der Troika und der griechischen Regierung ließen die Sorgen um eine baldige Insolvenz des Landes wieder aufleben und bescherten der Wiener Börse über weite Strecken negative Vorzeichen.
Der ATX-20-Index kletterte dank eines Satzes in der Schlussauktion um 0,5 Prozent oder 11 auf das Jahreshoch von 2.227 Punkten, für den breiter aufgestellten ATX-Prime ging es 0,5 Prozent bzw 5 auf 1.096 Punkte nach oben. Der Umsatz fiel allerdings auf 5,06 Millionen Aktien, nach 8,21 Millionen Aktien am Freitag.
Eurogruppenleiter Jean-Claude Juncker schloss nicht mehr aus, dass Griechenland im März pleite gehen könnte. Dann muss das Land Anleihen mit einem Volumen von 14,5 Milliarden Euro zurückzahlen. Händler gaben sich in der Zwischenzeit aber recht hoffnungsvoll, dass die Finanzmärkte bereit seien für eine Insolvenz. Mit größeren Verwerfungen sei nicht mehr zu rechnen, auch dank der deutlich aggressiveren Vorgehensweise der EZB unter Mario Draghi.
Die Rabobank fürchtet indes weiterhin eine unkontrollierte Insolvenz Griechenlands. Die möglichen Ansteckungsgefahren seien nur schwer abzuschätzen. Österreichische Bankenwerte zeigten keine einheitliche Tendenz. Erste Group Bank verloren 0,1 Prozent auf 18,49 Euro, für Raiffeisen International ging es dagegen um 2,7 Prozent auf 29,05 Euro nach oben.
Vienna Insurance stiegen um 1,4 Prozent auf 34,69 Euro. J.P. Morgan hatte das Kursziel auf 36 Euro von 32 Euro angehoben. Die Analysten äußerten sich positiv zu den jüngst vorgelegten Geschäftszahlen. voestalpine sanken um 1,3 Prozent auf 27,82 Euro; die Aktie entwickelte sich damit im Einklang mit dem europäischen Stahlsektor.
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