WIEN (Dow Jones) - Nach einem verhaltenen Start hat der Aktienmarkt in Wien am Donnerstagnachmittag deutlich ins Plus gedreht. Dabei stützte in erster Linie der Index der Einkaufsmanager der Region Chicago, der um 15.45 Uhr MESZ mitgeteilt wurde. Der ATX-20-Index gewann 1,5% oder 41 Stellen auf 2.767, der ATX-Prime-Index legte um 1,5% oder 19 Zähler auf 1.341 zu. Umgesetzt wurden 8,0 (6,3) Mio Aktien.
Der Einkaufsmanagerindex der Region Chicago hat statt eines von Volkswirten erwarteten Rückgangs gegenüber dem Vormonat zugelegt und wurde im Juni mit 61,1 nach 56,6 im Mai berichtet. Die Aktienindizes an den europäischen und US-Börsen gingen daraufhin deutlich nach oben.
Zu den stärksten Gewinnern gehörten RHI, die sich um 5,9% auf 20,80 EUR verteuerten. Für Erste Group Bank ging es um 2,1% auf 35,80 EUR nach oben, für Raiffeisen International um 2,9% auf 35,54 EUR.
Deutlich nach unten ging es dagegen mit Indexschwergewicht Verbund. Die Aktien des Versorgers fielen um 2,3% auf 30 EUR. Die Analysten der UBS raten in ihrer Ersteinstufung, die Verbund-Aktien zu verkaufen, die Kollegen von Morgan Stanley haben die Titel auf "Underweight" von "Equalweight" heruntergestuft.
Nach Ansicht der UBS dominieren auf kurze Sicht die Abwärtsrisiken. Der Kurs der Verbund-Aktie hänge stark von der Strompreisentwicklung ab. Zwar sei in Europa mit weiter steigenden Strompreisen zu rechnen, in der aktuellen Bewertung von Verbund sei jedoch bereits ein Anstieg von 15% eingepreist. Andritz gaben um 1,6% auf 71 EUR nach.
DJG/raz
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