WIEN (Dow Jones) - Hoffnungen auf ein Ende der Schuldengespräche in Griechenland haben an der Börse in Wien am Dienstag für einen Schlussspurt gesorgt und die Indizes noch ins Plus steigen lassen. Dazu kamen positiv aufgenommene Aussagen von US-Notenbankpräsident Ben Bernanke. Der ATX-20-Index verbesserte sich um 0,3 Prozent bzw 6 auf 2.233 Punkte, nach einem Tagestief bei 2.193 Punkten. Der ATX-Prime gewann 0,2 Prozent bzw 2 auf 1.099 Punkte. Dabei wurden 6,23 Millionen Aktien umgesetzt, nach 5,06 Millionen Titeln zu Wochenbeginn.
In Griechenland war erstmals Bewegung zu verspüren: Per Donnerstag solle nun der Abschlussbericht der Troika aus IWF, EZB und EU vorliegen, hieß es aus Quellen deutscher Regierungskreise. Damit dürfte die endgültige Entscheidung über das Rettungspaket dann vorliegen. Bereits zuvor gab es Berichte, die griechische Regierung arbeite an einem 15-seitigen Dokument, in dem die Eckpunkte für das zweite Rettungspaket aufgeführt würden. Anschließend werde das Papier von den Spitzenpolitikern des Landes unter die Lupe genommen. Die Vorsitzenden der drei Koalitions-Parteien wollen sich am Berichtstag um 20.00 Uhr MEZ mit Ministerpräsident Lucas Papademos treffen.
Für gute Stimmung sorgten unter auch Aussagen von Fed-Chairman Bernanke vor dem US-Kongressausschuss. Bernanke wiederholte dabei seine bisherige Einstellung, dass Fiskalpolitik aufgrund der hohen Arbeitslosigkeit notwendig sei. Die Inflation bezeichnete er als gering, womit ein mögliches Hindernis für weiteres Quantitatives Easing ausgeräumt sei, hieß es im Handel.
Bei den Einzelwerten zeigte sich keine einheitliche Tendenz. Telekom Austria legten gegen Handelsende mit dem Gesamtmarkt zu und schlossen die Sitzung unverändert bei 8,96 Euro. Die Analysten der Deutschen Bank zeigen sich überzeugt, dass die Konsolidierung des Mobilfunkmarkts den Margen von Telekom Austria zugute kommen dürfte. Sie erhöhten das Kursziel auf 9,10 von 8,40 Euro.
Die Bankenwerte zeigten sich uneinheitlich. Erste Group Bank verbesserten sich um 0,6 Prozent auf 19,05 Euro, während Raiffeisen Bank International um 0,1 Prozent auf 28,99 Euro nachgaben.
DJG/ros
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