WIEN (Dow Jones) - Mit einem deutlichen Minus haben die Kurse an der Börse in Wien zum Wochenausklang den Handel beendet. Nachdem die Indizes am Mittag neue Jahrestiefs markiert hatten, kam es zwar zu einer leichten Erholung, den Sprung ins Plus schafften die Indizes im Gegensatz zu den meisten Börsen in Europa allerdings nicht. Der ATX-20 reduzierte sich um 1,5% bzw 28 Punkte auf 1.850, nach einem Jahrestief im Verlauf bei 1.771 Punkten. Der ATX-Prime fiel um 1,3% bzw 12 Punkte auf 917. Das neue Jahrestief liegt nun bei 881 Punkten. Umgesetzt wurden 10,4 (Donnerstag: 7,19) Mio Aktien.
Im Handel wurde die Stimmung der Anleger als schlecht beschrieben. Selbst günstige Bewertungen bei Aktien seien kein Kaufargument mehr gewesen. Der Druck auf den Markt kam erneut vor allem vom Finanzsektor. Dieser wurde einerseits durch die Schuldenkrise in der Eurozone sowie andererseits durch die Entwicklungen in Ungarn belastet, hieß es.
Erste Group Bank setzen die Verluststrecke fort und verloren 1,9% auf 17,16 EUR. Für Raiffeisen Bank International ging es sogar um 5,3% auf 19,18 EUR nach unten. Beide Aktien haben sich seit August in etwa halbiert. Zu den wenigen Gewinnern im ATX-20 gehörten Telekom Austria, die 1,4% auf 6,97 EUR gewannen, und Verbund, die sich um 0,4% auf 20,43 EUR erhöhten.
Gegen den Trend stiegen auch Semperit im ATX-Prime; das Papier wurde laut Angaben aus dem Handel von einer Kaufempfehlung der Bank Austria gestützt. Die Aktie kletterte um 1% auf 29,30 EUR.
DJG/ros
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