WIEN (Dow Jones) - Die massiven Wertberichtigungen des Indexschwergewichts Erste Group Bank haben am Montag den österreichischen Aktienmarkt nach unten gedrückt. Während die übrigen europäischen Börsen deutliche Gewinne verbuchten, verlor der ATX-20-Index 1,1% oder 23 auf 1.975 Punkte. Für den ATX-Prime-Index ging es um 0,9% oder 9 auf 976 Punkte nach unten. Umgesetzt wurden 8,6 (7,1) Mio Aktien.
Am Vormittag lagen die Indizes allerdings noch um über 4% im Minus. Die Hoffnung auf Maßnahmen zur Bekämpfung der europäischen Schuldenkrise im Anschluss an das Treffen von Bundeskanzlerin Merkel und dem französischen Staatspräsidenten Sarkozy brachte Erleichterung in den Markt.
Das stark in Osteuropa engagierte Kreditinstitut Erste Group Bank wird unter anderem den Goodwill an der ungarischen Tochterbank Erste Bank Hungary in Höhe von 312 Mio EUR vor Steuern abschreiben. Auf die Dependance in Rumänien nimmt die Erste Group Bank Wertberichtigungen von 700 Mio EUR vor Steuern vor. Als Folge wird das Unternehmen für die ersten neun Monate 2011 einen Nettoverlust von 920 Mio EUR bis 970 Mio EUR ausweisen.
Die Anleger schickten die Aktien um 9,2% auf 18,80 EUR nach unten. Raiffeisen Bank International fielen im Sog um 4,7% auf 21,20 EUR. Aufwärts ging es mit Telekom Austria, die um 0,9% auf 8,02 EUR zulegten. Mayr-Melnhof gewannen 1,5% auf 64,02 EUR.
DJG/raz
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