WIEN (Dow Jones) - Der österreichische Aktienmarkt hat am Mittwoch kräftige Kursgewinne verbucht. Im Handel zeigte man sich überrascht über das deutliche Plus. Der Markt sei auf dem falschen Fuß erwischt worden, sagte ein Händler. Zunächst hatte es aufgrund nur durchwachsener internationaler Vorgaben nach einem verhaltenen Start ausgesehen. Der ATX-20-Index stieg um 3 Prozent oder 62 auf 2.138 Punkte, für den ATX-Prime ging es 2,8 Prozent bzw 29 auf 1.054 nach oben. Umgesetzt wurden 7,38 (Dienstag: 6,93) Millionen Aktien.
"Das billige Geld der Zentralbanken untermauert die Rally an den Aktienmärkten", sagte ein Händler. Irgendwo müsse dieses ja hinfließen, und ein Teil wandere eben in Aktien. Stützend dürfte auch wirken, dass sich die Talfahrt der Industrie in der Eurozone im Januar verlangsamt hat. In einer zweiten Lesung stieg der entsprechende Index auf 48,8 nach ursprünglich 48,7 Punkten. Deutschland erwies sich unverändert als die wichtigste Stütze der Wirtschaft.
Am Nachmittag kam zusätzliche Unterstützung von soliden US-Konjunkturdaten. Das am stärksten beachtete Datum, der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe, war im Januar zwar nicht ganz so stark gestiegen wie erwartet, zeugte aber davon, dass die US-Wirtschaft mit Schwung in das Jahr 2012 gestartet ist.
In Wien setzten derweil Banken ihre Erleichterungsrally fort. Erste Group Bank gewannen 5,1 Prozent auf 17,65 Euro, für Raiffeisen Bank International ging es 5,1 Prozent 27,32 Euro nach oben. Verbund rückten um 4,0 Prozent auf 21,60 Euro vor. Der europäische Versorgersektor wurde europaweit gekauft. voestalpine verteuerten sich um 6,1 Prozent auf 26,61 Euro und Wienerberger um 4,3 Prozent auf 9,18 Euro.
DJG/cln
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