WIEN (Dow Jones) - Am österreichischen Aktienmarkt ist es am Mittwoch zu einer kräftigen Erholung gekommen. Neben einer technischen Erholung auf die starken Abverkäufe der jüngsten Vergangenheit wurde das Sentiment vom Urteil des deutschen Bundesverfassungsgerichts über Griechenland-Hilfen und Euro-Rettungsschirm gestützt. Zusätzlich befeuert wurden die Aktien am Nachmittag von den festen US-Börsen Der ATX-20-Index gewann 2,4% oder 50 auf 2.144 Punkte, für den ATX-Prime ging es 2,2% bzw 23 auf 1.052 Stellen nach oben. Umgesetzt wurden 5,5 (5,9) Mio Aktien.
Die Karlsruher Richter haben die Rettungs-Maßnahmen als verfassungskonform befunden. Zugleich wurden allerdings die Haushaltsrechte des Bundestags gestärkt. Die Parlamentarier seien stärker in die Entscheidungen einzubinden. Ein befragter Händler äußerte sich zurückhaltend. "Die Gegenbewegung fällt enttäuschend aus", hieß es. Auch könnte es für die Bundesregierung in Zukunft deutlich schwieriger werden, Rettungsmaßnahmen zu beschließen.
Kräftig erholen konnten sich zyklische Werte. Allerdings seien die Bewegungen nur durch dünne Volumina untermauert gewesen, was gegen eine nachhaltige Erholung spreche. Andritz gewannen 2,8% auf 61,87 EUR und OMV 1,6% auf 26,20 EUR. Für voestalpine ging es gleich 5,9% auf 24,59 EUR nach oben. Banken erholten sich ebenfalls, wenngleich die Erholung nach dem jüngsten Abverkauf nur moderat ausfiel: Raiffeisen gewannen 1,7%, für Erste Group Bank ging es 2,9% nach oben.
Intercell und Semperit fielen gegen den Trend. Beide Aktien verlassen den ATX-20, hat die Wiener Börse mitgeteilt. Dafür steigen Lenzing und Mayr-Melnhof auf, beide Papiere zogen an.
DJG/raz
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