WIEN (Dow Jones) - Am österreichischen Aktienmarkt sind am Dienstag Gewinne mitgenommen worden. Die sich hinziehenden Gespräche über einen Schuldenschnitt in Griechenland ließen die Anleger vorsichtig agieren. Der ATX-20-Index verlor 1,8 Prozent oder 37 auf 2.054 Punkte, für den breiter aufgestellten ATX-Prime ging es 1,7 Prozent bzw 17 auf 1.014 Stellen nach unten. Umgesetzt wurden 6,45 (Montag: 8,17) Mio Aktien.
Für etwas Verunsicherung sorgten Aussagen des Eurogruppen-Leiters Jean-Claude Junckers. Dieser hatte gesagt, dass das griechische Sanierungsprogramm offenbar aus dem Ruder gelaufen sei. Die Privaten Gläubiger müssten im Rahmen der Umschuldung Zugeständnisse machen, um sicherzustellen, dass die Verbindlichkeiten des Landes langfristig tragfähig würden. Athen müsse mit den Gläubigern eine Vereinbarung erreichen, bei der der durchschnittliche Zinssatz klar unter 4 Prozent liege.
Nach der Rally wurde vor allem bei den Bankenwerten etwas Geld vom Tisch genommen. Erste Group Bank verloren 5,7 Prozent auf 15,95 Euro, für Raiffeisen Bank International ging es 3,1 Prozent auf 23,00 Euro nach unten. Talwärts ging es ferner für Telekom Austria mit Abschlägen von 1,7 Prozent auf 9,04 Euro. Der Sektor wurde europaweit von einem schwachen Ausblick von KPN belastet.
Vienna Insurance hatte am Morgen Geschäftszahlen vorgelegt. Nach Einschätzung der ING bewegten sich diese im Rahmen der Erwartungen. Allerdings sprachen die Analysten von einer nur eingeschränkt absehbaren Ertragsentwicklung. Die Aktie hielt sich mit einem Minus von 0,1 Prozent jedoch besser als der Markt. Möglicherweise half die Erwägung einer höheren Dividende der Aktie.
DJG/cln
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