Nach einer Schlussrally haben die Kurse an der Börse in Zürich mit einem deutlichen Plus den Handel am Dienstag beendet. Mit der Abstufung weiterer spanischer Banken durch Fitch gerieten die Kurse im späten Verlauf unter Abgabedruck, machten diese Verluste dann allerdings wieder vollständig wett. Zwar sei die Abstufung lediglich die logische Konsequenz der Senkung des Länder-Ratings, so ein Marktteilnehmer. Investoren hätten sie jedoch zum willkommenen Anlass für Verkäufe genommen. Der SMI schloss mit einem Plus von 0,8 Prozent bei 5.920 Punkten. Umgesetzt wurden 46,4 (Montag: 43,6) Millionen Aktien.
"Die Marktlogik ist intakt, man schießt sich jetzt voll auf Spanien und vorsichtshalber auch schon mal auf Italien ein", sagte ein Händler. Denn weiter lasten die Sorgen um die Entwicklung der Eurozone auf dem Sentiment. So wird gespannt auf die Wahl in Griechenland am Wochenende geschaut, deren Ausgang richtungsweisenden Charakter für den weiteren Bestand der Eurozone haben könnte. Auch kann das jüngste Hilfspaket für die spanischen Banken die Märkte nicht überzeugen, da viele ungeklärte Fragen, beispielsweise über die Bedingungen, offen bleiben.
Die Bankenwerte zeigten sich mit einer uneinheitlichen Tendenz. Während UBS um 0,6 Prozent zulegten, gaben CS Group um 1,9 Prozent nach. Letztere wurden von einer Kurszielsenkung auf 21 von 25,50 Franken durch die UBS belastet. Deutliche unternehmensspezifische Kurskatalysatoren ließen sich nicht ausmachen, eher sei mit einer leichten Verschlechterung zu rechnen, bevor es wieder bergauf gehe, hieß es. Erforderlich sei ein erheblicher Abbau von Kapazitäten, vor allem im Investmentbanking.
Bei den defensiven Werten legten Nestle um 1,3 Prozent zu, Roche gewannen 1,6 Prozent und Novartis erhöhten sich um 1,1 Prozent.
DJG/ros
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