• Aktien Zürich schließen etwas schwächer - Defensive Werte stützen

    Freitag 06.07.2012, 17:45 Uhr
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    Mit einem leichten Minus haben die Kurse an der Börse in Zürich den letzten Handelstag der Woche beendet. Damit folgte der Markt zwar den anderen europäischen Handelsplätzen, allerdings fiel der Abschlag nicht so deutlich aus. Für Belastung sorgte im Verlauf der enttäuschende US-Arbeitsmarktbericht. Im späten Handel ging es dann noch einmal deutlicher nach unten und der SMI schloss in der Nähe seines Tagestiefs. Der Index verlor 0,3 Prozent auf 6.184 Punkte.

    Der Handelstag startete allerdings schon mit negativen Vorzeichen. Die Anleger hielten sich im Vorfeld des US-Arbeitsmarktberichts an der Seitenlinie oder verkauften tendenziell. Mit einem Stellenzuwachs von lediglich 80.000 blieb der Arbeitsmarktbericht hinter der Erwartung von rund 100.000 neuen Stellen zurück. Nach den starken ADP-Daten vom Vortag hatten die Volkswirte ihre Schätzungen auf teilweise deutlich über 100.000 Stellen nach oben genommen. "Die US-Wirtschaft ist momentan nicht in der Lage, mehr Arbeitsplätze zu schaffen", resümierte ein Händler. Damit bleiben die Spekulationen auf eine weitere Runde der Geldmengenausweitung durch die US-Notenbank bestehen. Dies könnte die Aktienmärkte nach unten etwas absichern.

    Daneben steht die Eurozone-Schuldenkrise weiterhin im Blickpunkt. Der erneute Anstieg der Renditen der Länder aus der Euro-Peripherie deutet auf ein weiter nachlassendes Vertrauen in die EU-Gipfelbeschlüsse vom vergangenen Freitag hin. So liegt die Rendite spanischer Titel mit einer Laufzeit von zehn Jahren wieder knapp an der Marke von 7 Prozent.

    Gestützt wurde das Sentiment von den Aufschlägen bei den defensiven Index-Schwergewichten. Hier legte die Nestle-Aktie um 0,5 Prozent zu, die Titel von Novartis gewannen 0,1 Prozent und die Aktie von Roche kletterte um 0,2 Prozent. Deutliche Verluste wiesen dagegen die Bankenwerte auf. Die Aktie der CS Group fiel um 2,4 Prozent, die Titel der UBS gaben um 2,9 Prozent nach. Der europäische Bankensektor gab um 2,1 Prozent nach.

    DJG/DJN/ros

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