Angeführt von den Bankenwerten haben die Kurse an der Börse in Zürich zur Wochenmitte mit einem deutlichen Plus geschlossen. Der Fokus sei allerdings ganz auf den EU-Gipfel am Donnerstag und Freitag gerichtet. Die Erwartungen seien mittlerweile aber auf ein Minimum geschrumpft. Doch da kaum jemand mit einem Befreiungsschlag in der Eurozone-Schuldenkrise rechnet, gibt es auch positives Überraschungspotenzial. Der SMI verbesserte sich um 0,7 Prozent auf 5.997 Punkte, nachdem er im Tageshoch schon über die Marke von 6.000 Punkten gestiegen war. Der Umsatz erhöhte sich dabei auf 41,09 (Dienstag: 37,66) Millionen Aktien.
Händler sprachen von Short-Eindeckungen bei den Bankenwerten. "Vor dem Gipfel machen Marktteilnehmer ihre Positionen auf fallende Kurse zu", so ein Händler. Denn mit dem Gipfel gehe es am Donnerstag nur um eines: "Headlines, Headlines, Headlines", sagte der Teilnehmer. Die Aktien der UBS legten um 2,1 Prozent zu und die Titel von Julius Bär gingen mit einem Plus von 4,4 Prozent aus dem Handel. Auch die Versicherer legten zu. Hier gewann die Aktie der Zurich Insurance 2 Prozent und die Titel der Swiss Re schlossen mit einem Aufschlag von 1,7 Prozent.
Weiterhin gesucht war die Aktie von Adecco, die nach den Kursaufschlägen vom Vortag um weitere 5,6 Prozent zulegte. Das Unternehmen plant ein Aktienrückkauf-Programm im Volumen von 400 Millionen Euro. Zudem haben die Analysten von S&P Equity Research die Aktie auf "Hold" von "Sell" hochgestuft. Hintergrund sei der deutliche Abschlag der Aktie von rund 20 Prozent in den vergangenen drei Monaten. Für das zweite Quartal rechne das Unternehmen vor allem in den USA und den Schwellenländern mit robusten Umsätzen, hieß es.
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