ZÜRICH (Dow Jones) - Die Börse in Zürich hat zur Wochenmitte mit einem leichten Minus den Handel beendet, sich damit allerdings deutlich besser geschlagen als die anderen europäischen Aktienmärkte. Der Fokus des Marktes war weiter auf die Entwicklung in Spanien gerichtet. "Die Sorgen bezüglich eines Kollapses des Landes werden immer mehr zur Realität", so ein Händler. Abzulesen war die Verunsicherung auch am Euro, der unter die Marke von 1,24 Dollar fiel und bei 1,2386 Dollar ein neues Zweijahrestief markierte. Bankenwerte zeigten sich mit Abgaben. Dagegen stützten die Kursaufschläge bei den defensiven Index-Schwergewichten Novartis und Nestle das Sentiment. Der SMI reduzierte sich um 0,2 Prozent auf 5.903 Punkte. Der Umsatz stieg auf 47,9 Millionen Aktien, nach 36,34 Millionen Aktien am Dienstag.
Der Markt schaut weiter besorgt auf Spanien. Die Sanierung des nach dem Platzen einer Immobilienblase unter faulen Krediten leidenden Bankensystems kommt die Iberer immer teurer. Die Analysten von Nomura schätzen, dass die Regierung dafür 50 bis 60 Milliarden Euro aufwenden muss. Gleichzeitig verschlechtern sich die Refinanzierungsbedingungen für das Land dramatisch. "Es scheint nur eine Frage der Zeit, bevor nicht nur der Bankensektor, sondern das ganze Land ein Rettungspaket benötigt", merkte ein Analyst an.
Bei den Bankenwerten verloren UBS 0,3 Prozent und CS Group gaben um 0,4 Prozent nach. Damit hielten sich die Titel allerdings deutlich besser als der europäische Bankensektor, der sich um 1,6 Prozent reduzierte. Dagegen stützten die Aufschläge der defensiven Index-Schwergewichte Novartis und Nestle, die um 0,7 Prozent bzw 0,6 Prozent zulegten.
DJG/ros
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