• Aktien Zürich schließen mit Griechenland-Hoffnungen leicht im Plus

    Dienstag 07.02.2012, 18:03 Uhr
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    ZÜRICH (Dow Jones) - Die Kurse an der Börse in Zürich haben mit einem Schlussspurt am Dienstag noch den Sprung in positives Terrain geschafft. Hoffnungen auf ein Ende der Schuldengespräche in Griechenland und positiv aufgenommene Aussagen von US-Notenbankpräsident Ben Bernanke sorgten für eine deutliche Erholung vom Tagestief. Der SMI verbesserte sich um 0,2 Prozent bzw 11 Punkte auf 6.158 und schloss damit praktisch auf Tageshoch. Zuvor war der Index schon bis auf 6.115 Punkte zurückgefallen. Dabei wurden 48,40 Millionen Aktien umgesetzt, nach 36,38 Millionen Titeln am Vortag.

    In Griechenland war erstmals Bewegung zu verspüren: Per Donnerstag solle nun der Abschlussbericht der Troika aus IWF, EZB und EU vorliegen, hieß es aus Quellen deutscher Regierungskreise. Damit dürfte die endgültige Entscheidung über das Rettungspaket dann vorliegen. Bereits zuvor gab es Berichte, die griechische Regierung arbeite an einem 15-seitigen Dokument, in dem die Eckpunkte für das zweite Rettungspaket aufgeführt würden. Anschließend werde das Papier von den Spitzenpolitikern des Landes unter die Lupe genommen. Die Vorsitzenden der drei Koalitions-Parteien wollen sich am Berichtstag um 20.00 Uhr MEZ mit Ministerpräsident Lucas Papademos treffen.

    Für gute Stimmung sorgten unter auch Aussagen von Fed-Chairman Bernanke vor dem US-Kongressausschuss. Bernanke wiederholte dabei seine bisherige Einstellung, dass Fiskalpolitik aufgrund der hohen Arbeitslosigkeit notwendig sei. Die Inflation bezeichnete er als gering, womit ein mögliches Hindernis für weiteres Quantitatives Easing ausgeräumt sei, hieß es im Handel.

    UBS gaben nach der Vorlage von Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2011 um 1,4 Prozent auf 13,02 Franken nach. Die Geschäftszahlen der Bank sind nach Einschätzung von Marktteilnehmern nicht überzeugend ausgefallen. "Das Wealth Management bleibt der Schwachpunkt", sagte ein Händler. Das Investmentbanking sei dagegen von Einmalfaktoren geprägt, ergänzte ein Analyst. Unter Herausrechnung dieser Faktoren habe sich die Sparte sogar "erstaunlich gut" entwickelt. Der Ausblick der Bank falle zurückhaltend aus.

    Swatch fielen um 3,9 Prozent auf 398,30 Franken, für die Aktien von Wettbewerber Richemont ging es um 2,5 Prozent abwärts auf 53,90 Franken. Die Analysten von Kepler zeigten sich enttäuscht von den Swatch-Zahlen für 2011. Vor allem die Elektroniksparte habe sich schwächer entwickelt als gedacht, heißt es. Das Uhrengeschäft laufe aber weiter gut und der Ausblick des Konzerns sei positiv. Kepler stuft die Swatch-Aktie bei einem Kursziel von 450 Franken weiter mit "Buy" ein.

    DJG/ros

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