ZÜRICH (Dow Jones) - Die weitere politische Unsicherheit in Griechenland und damit die Sorgen um einen möglichen Austritt des hochverschuldeten Landes aus der Eurozone haben an der Börse in Zürich zu Wochenbeginn für Abschläge gesorgt. Die Renditen anderer Eurozone-Länder wie Spanien und Italien kletterten wegen der steigenden Angst vor einer Ansteckungsgefahr deutlich in die Höhe. Vor allem Konjunkturzykliker und Finanzwerte hatten das Nachsehen. Der SMI schloss mit einem Abschlag von 1,3 Prozent bei 5.876 Punkten. Dabei wurden 47,90 (Freitag: 50,91) Millionen Aktien gehandelt.
Die negativen Nachrichten aus Griechenland reißen nicht ab. Das Land steuert auf Neuwahlen zu. Die linksradikale Syriza-Partei will sich an einer Regierungsbildung nicht beteiligen, während die Demokratische Linke nur unter Beteiligung von Syriza in eine Koalition einsteigen will. Wegen Griechenland trifft sich zu Wochenbeginn auch die Eurogruppe in Brüssel. Aus dem Kreis der Europäischen Zentralbank mehren sich Stimmen, die ein Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone nicht mehr ausschließen.
Unter Druck standen vor allem die Bankenwerte. Der Sektor gehörte in Europa mit einem Minus von 2,8 Prozent ebenfalls zu den größten Verlierern. So verloren UBS 3,1 Prozent und die Aktien von CS Group gaben um 2,6 Prozent nach. Bei den konjunkturzyklischen Werten verloren ABB 1,7 Prozent. Auch die Titel der defensiven Index-Schwergewichte schlossen den Handel mit Abgaben. Roche reduzierten sich um 1,4 Prozent, Novartis fielen um 0,7 Prozent und Nestle schlossen mit einem Minus von 0,7 Prozent.
DJG/ros
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