ZÜRICH (Dow Jones) - Sich verstärkende Sorgen um die politische Situation in Griechenland und erneute Abschläge bei Index-Schwergewicht Roche haben am Dienstag für fallende Kurse an der Börse in Zürich gesorgt. Der SMI ging mit einem Abschlag von 1 Prozent bei 5.978 Punkten aus der Sitzung und fiel damit unter die wichtige Marke von 6.000 Punkten. Die Umsätze zogen kräftig an und stiegen auf 50,26 (Montag: 40,06) Millionen Aktien.
Es zeichnet sich im hochverschuldeten Griechenland nun die Bildung einer Linksregierung ab. Die Linksradikalen haben unter anderem die Aufkündigung der Sparbeschlüsse angekündigt. Damit droht dem Land allerdings erneut der Staatsbankrott. "Griechenland steht vor einer Fälligkeit von 436 Millionen Euro am 15. Mai. Dabei handelt es sich um eine internationale Anleihe, die nicht Teil des jüngsten Wandels von Anleihen war. Nach einer Zahlungsfrist von 30 Tagen könnte die Staatspleite daher schon vor potenziellen Neuwahlen eintreten", so Elsa Lignos, Devisen-Strategin bei RBC Capital Markets.
Die Aktien von Index-Schwergewicht Roche waren mit einem Minus von 1,5 Prozent für rund ein Drittel des SMI-Abschlags verantwortlich. Hier wirkte ein am Vortag bekannt gegebener Misserfolg mit einem Wirkstoffkandidaten negativ nach. Auch Nestle und Novartis gaben nach und verzeichneten Abschläge von 0,5 bzw 0,3 Prozent.
Swiss Re verloren 1,5 Prozent. Die Aktie stand im Schatten der Zahlen von Mitbewerber Munich Re. "Die Zahlen der Swiss Re haben mir klar besser gefallen", so Christian Muschick, Analyst bei Quandt Research mit Blick auf das Zahlenwerk von Munich Re.
DJG/ros
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