Berlin (BoerseGo.de) – Der Bundesverband der deutschen Industrie (BDI) begrüßt die Forderung von Bundeskanzlerin Angela Merkel nach strikteren Euro-Stabilitätskriterien und härteren Sanktionen für notorische Schuldenländer. „Dringend erforderlich ist, die Euro-Stabilitätsregeln strikter zu gestalten. An einer Änderung des Stabilitätspakts führt kein Weg vorbei. Auch die Statistikbehörde Eurostat sollte mehr Überprüfungsmöglichkeiten erhalten. Es ist richtig, dass Deutschland sich in der EU dafür einsetzt, künftig Stimmrechte zu versagen und Leistungen zu kürzen, wenn Euro-Mitgliedstaaten wiederholt gegen die Stabilitätsregeln verstoßen“, sagte BDI-Hauptgeschäftsführer Werner Schnappauf am Mittwoch.
Auch für eine stärkere Regulierung der Finanzmärkte macht sich der BDI stark. Schnappauf sagte dazu: „Die Politik wird immer mehr zur Getriebenen der Finanzmärkte. Das muss sich dringend ändern. Die Regierungen müssen den Primat des Handelns zurückgewinnen.“ Zudem sei es an der Zeit mehr Transparenz in die Entscheidungsprozesse von Rating-Agenturen zu bringen.
Die Kreditvergabe der Europäischen Union und damit auch Deutschlands an Griechenland hält Schnappauf für Alternativlos: „Ein stabiler Euro sichert Wettbewerbsfähigkeit und Arbeitsplätze.“
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