London (BoerseGo.de) – Der britische Energiekonzern BP hat im vergangenen Jahr dank des hohen Ölpreises einen Milliardengewinn erwirtschaftet. Am Jahresende habe ein Gewinn von 23,9 Milliarden US-Dollar in den Büchern gestanden, teilte BP am Dienstag mit. Das Ergebnis wurde vor Bestandswertveränderungen ausgewiesen. Im Jahr zuvor hatte der Konzern wegen der von ihm zu verantworteten Öl- und Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko noch Verluste von knapp 5 Milliarden US-Dollar geschrieben. Ende 2011 saß der Ölkonzern auch wegen schwerer Schadensersatzzahlungen auf einem Schuldenberg von 29 Milliarden US-Dollar. Bis 2014 sollen weitere Zahlungen in den Fonds zur Wiederherstellung der Umwelt in der Region erfolgen.
Im Schlussquartal 2011 betrug der Gewinn zu Wiederbeschaffungskosten 7,6 Milliarden US-Dollar, nach 4,6 Milliarden US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Die Aktionäre erhalten eine Quartalsdividende von acht Cent je Aktie, was einer Steigerung von 14 Prozent je Anteilsschein gegenüber dem Vorjahr entspricht.
BP hat zuletzt die Öl- und Gasförderung merklich nach oben gefahren. Im vierten Quartal legte die Produktion um fünf Prozent im Vergleich zum Vorquartal, was einem Zuwachs von 170.000 Barrel pro Tag entspricht. Im Gesamtjahr lag die Produktion mit durchschnittlich 3,45 Millionen Barrel pro Tag leicht über der des Vorjahres (3,40 Mio. Barrel). Im laufenden Jahr will BP weitere sechs neue Ölquellen anzapfen.



