• Bondlegende Bill Gross „Aktien sind tot!“

    Freitag 03.08.2012, 17:01 Uhr
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    New York (BoerseGo.de) – Das Magazin BusinessWeek hat die letzte Titelgeschichte dem Bondinvestor Bill Gross gewidmet, der darin den Tod der Anlageklasse Aktie verkündet hat. Aktien werden seiner Meinung nach zukünftig nicht mehr die Gewinne früherer Dekaden generieren. Die Abschwächung der Weltwirtschaft werde dafür sorgen, dass der Aktienmarkt nicht mehr wie seit dem Jahr 1912 durchschnittlich einen jährlichen Ertrag von 6,6 Prozent abwerfen wird. Aktien können nicht viel abwerfen, wenn das Bruttoinlandsprodukt nur noch mäßig wächst, so der Kapitalmarktexperte.

    Bespoke Investment hat daraufhin untersucht, was das letzte Mal passiert ist als das Magazin BusinessWeek im Jahr 1979 eine ähnliche Titelgeschichte brachte. Acht Monate nach der Titelstory aus dem Jahr 1979 war der S&P 500 um 8,5 Prozent gesunken. Danach startete eine Aktienrally. Das Niveau, das damals acht Monate nach der Story erreicht wurde, ist nie wieder unterschritten worden. Nachdem der Markt eine kräftige Rally hingelegt hatte, wurde das Niveau vom Zeitpunkt der Titelstory drei Jahre später allerdings noch einmal um 4,7 Prozent unterschritten, was die extreme Volatilität zeigt.

    Fazit: Derartige Storys sind als Kontraindikator zu werten. Laut dem Titelblattindikator müssten die Aktienmärkte ihr Tief bereits gesehen haben oder in den nächsten Monaten ein Tief markieren, welches nie wieder unterschritten werden wird. Dennoch könnten die jetzigen Kurse in einigen Jahren durchaus wieder erreicht werden, so dass sich nicht zwangsläufig dauerhafte Gewinne einstellen müssen, sondern etwaige Kursgewinne auch schnell wieder in Luft auflösen können. Übermäßiger Verkaufsdruck sollte aber nicht mehr sehr lange auftreten, wenn sich die Geschichte wiederholt.

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