London (BoerseGo.de) - Der Chef der britischen Zentralbank hat in dem Skandal um die Manipulation des globalen Vergleichszinses Libor jede Schuld abgestritten. Er selbst habe erst vor zwei Wochen davon Kenntnis genommen, dass es bei der britischen Großbank Barclays massive Zinsmanipulationen gegeben habe. Es seien zwar zuvor bereits "beunruhigende Verhaltensmuster" zu erkennen gewesen, jedoch sei es schwer gewesen, diese als Manipulation nachzuweisen, so der britische Zentralbankchef Kind. Die US-Notenbank Fed hatte in der letzten Woche Dokumente publiziert, dass die Zentralbank in London bereits im Jahr 2008 von den Manipulationen des globalen Vergleichszinses gewusst haben soll.
Schon damals hatte der damalige US-Notenbankchef Timothy Geithner in dieser Angelegenheit Druck auf King ausgeübt. King sagte vor dem Finanzausschuss, er habe damals die Empfehlungen Geithners über den Umgang mit dem Liborzinssatz zur Kenntnis genommen. Allerdings seien zu dieser Zeit noch keine Manipulationen nachweisbar gewesen.




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