New York (BoerseGo.de) – Nach den Worten der Investmentlegende Warren Buffett hat die Krise in der Eurozone die Schwachstellen in der Gemeinschaft der 17 Währungsländer enthüllt. Die Führer dieser Länder müssen dringend zur Tat schreiten, wenn sie das Überleben des Euro sicherstellen wollen. „Das System in seiner gegenwärtigen Form hat eine grundlegende Schwäche gezeigt. Diese Schwachstelle wird sich nicht durch bloße Worte korrigieren lassen. Europa muss entweder näher zusammenrücken oder es muss auf irgendeine Weise eine Neuaufstellung geben, da das gegenwärtige System nicht funktioniert“, so Buffett. Auf die Frage, ob die Währungsunion die gegenwärtige Krise überleben werde, meinte Buffett: „Daran bestehen gegenwärtig Zweifel“. Er erklärte, dass er nicht viele Parallelen zwischen der Krise in der Eurozone und den Sorgen über den Schuldenstand in den USA erkennen könne. Dabei fügte er hinzu, dass das Eurosystem die größere Schwachstelle habe. „17 Länder auf der Welt haben das Recht aufgegeben, Staatsanleihen in einer eigenen Landeswährung auszugeben.
Dies ist 100 Grad entfernt von der Möglichkeit, Anleihen in der eigenen Landeswährung wie in den USA zu emittieren. Die Situation ist fundamental verschieden“, so Buffet. Die Schuldenkrise hat die Rendite von Staatsanleihen in Europa nach oben getrieben, gleichwohl wolle er hier nicht mehr engagiert sein. Auf der anderen Seite seien europäische Aktien attraktiv. „Bei meiner Abreise aus Omaha habe ich den Auftrag hinterlassen, eine europäische Aktie zu kaufen, die zweifellos heute wie auch wahrscheinlich morgen ein Kauf ist sowie auch in der kommenden Zeit. Ich kann mir ein Dutzend europäische Aktien vorstellen, welche recht attraktiv sind. Ob sie attraktiver sind als etwas, was sich in den USA finden könnte, hängt von dem Preis eines jeweiligen Tages oder einer jeweiligen Woche ab. Es gibt aber europäische Aktien, die mir zusagen. Es gibt einige wunderbare Unternehmen in Europa und die Preise von einigen sind deutlich gefallen“, so Buffett.



