Frankfurt (BoerseGo.de) – Die Bundesbank hat die Wachstumsprognose für die deutsche Wirtschaft im laufenden Jahr angehoben. Während Bundesbankpräsident Jens Weidmann im März noch ein BIP-Wachstum von 0,6 Prozent erwartet hatte, rechnet er nun mit plus 1,0 Prozent. Kalenderbereinigt dürfte die Wirtschaft sogar um 1,2 Prozent zunehmen, sagte er am Freitag bei der Präsentation der Prognose. „Alles in allem stellt sich das Konjunkturbild in Deutschland deutlich günstiger dar als in den meisten anderen europäischen Volkswirtschaften“, sagte er.
Im kommenden Jahr könnte sich das Wachstum weiter auf ein Plus von 1,6 Prozent beschleunigen; kalenderbereinigt sogar auf plus 1,7 Prozent. Stützend seien dabei der robuste Arbeitsmarkt sowie das niedrige Zinsniveau.
Gleichzeitig schränkte die Bundesbank jedoch auch die Zuversicht ein wenig ein. Prognosen seien mit hohen Unsicherheiten behaftet. Gerade in der Krisensituation im Euroraum. Sollte zu dem schwächelnden Euroraum beispielsweise noch eine Konjunkturdelle in Drittländern hinzukommen, könnte dies die deutsche Wirtschaft empfindlich treffen. Andersherum kann sich die Prognose auch als zu pessimistisch erweisen: „Wenn sich die Verunsicherung schneller legt als wir im Basisszenario erwarten, dann könnten die sehr vorteilhaften Finanzierungsbedingungen auch eine stärker expansive Wirkung auf die Binnenwirtschaft entfalten.“



