Berlin (BoerseGo.de) - Die Bundesregierung ist weiter gegen direkte Hilfskredite für europäische Banken aus dem Euro-Rettungsfonds. "Diesen Weg halten wir nicht für geeignet“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag. An der Position der Bundesregierung habe sich nichts geändert.
Man halte weiter an dem vereinbarten Stufenverfahren fest, betonte Seibert. Demnach sind zur Unterstützung der Banken zunächst die Eigentümer und dann die jeweiligen Nationalstaaten gefordert. Sollten die Euro-Länder damit überfordert sein, können sie Hilfen aus dem Rettungsfonds beantragen, müssen dafür aber bestimmte Sparauflagen einhalten.
Am Donnerstagabend hatte die Ratingagentur Standard & Poor\'s (S&P) die Kreditwürdigkeit Spaniens um zwei Stufen gesenkt und dies auch mit dem maroden Bankensystem des Landes begründet. Die Herabstufung Spaniens wollte Seibert am Freitag nicht kommentieren. Man habe aber weiter Vertrauen in Spanien, die notwendigen Reformen umzusetzen, sagte Seibert.



