• China: Einkaufsmanagerindex im nicht-herstellenden Sektor kühlt sich im Mai ab

    Montag 04.06.2012, 09:10 Uhr
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    Peking (BoerseGo.de) – In China hat sich die Aufwärtsdynamik im nicht-herstellenden Sektor im Monat Mai abgekühlt. Der entsprechende Einkaufsmanagerindex (PMI) notiert im Mai mit 55,2 Einheiten, wie die China Federation of Logistics and Purchasing (CFLP) am Sonntag mitteilte. Es ist bereits der zweite Monatsrückgang in Folge und außerdem das niedrigste Niveau seit März 2011. Im Vormonat April wurde ein Stand von 56,1 Einheiten notiert. Mit den neuen Daten steigen die Sorgen der Investoren vor einer nachhaltigen Konjunkturabkühlung in China weiter an.

    Eine Lesung über dem Niveau von 50 Einheiten signalisiert einen Aufschwung in dem Sektor, während eine Notierung unter 50 Zählern eine Kontraktion signalisiert. Der PMI des nicht-herstellenden Gewerbes basiert auf einer Umfrage unter 1.200 Unternehmen in 27 Branchen, inklusive dem Transport- und dem Bausektor.

    Der Inflationsdruck nimmt in dem Sektor hingegen ab. Der Subindex für die Inputpreise sank von 57,9 Einheiten im Vormonat auf 53,6 Einheiten, wie aus den CFLP –Daten hervorgeht. Die Outputpreise gaben von 50,3 Einheiten auf 48,5 Punkte nach. Auch beim Wachstum der Neuaufträge wurde im Mai ein Rückgang registriert.

    Im herstellenden Sektor wird ebenfalls ein Rückgang der Aktivität für den Monat Mai angenommen, da die Neuaufträge sich rückläufig zeigten.

    Die chinesische Volkswirtschaft legte im ersten Quartal 2012 so schwach zu wie seit drei Jahren nicht mehr. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte gegenüber dem ersten Quartal des Vorjahres um 8,1 Prozent zu. Für das Gesamtjahr 2012 strebt die Regierung in Peking ein BIP-Wachstum von 7,5 Prozent an, nachdem zuvor noch ein Plus von 8 Prozent erwartet wurde. Im Jahr 2011 wurde noch ein BIP-Plus von 9,2 Prozent notiert.

    Die Weltbank hat ihre BIP-Prognose für China für 2012 auf ein Plus von 8,2 Prozent reduziert und verweist auf einen signifikanten Rückgang bei Investitionen und Konsum sowie eine schwache Auslandsnachfrage. Für 2013 sieht die Weltbank ein Wachstum von 8,6 Prozent.

    Die Asian Development Bank senkte ihre Wachstumsprognose für 2012 auf 8,5 Prozent, während der Internationale Währungsfonds (IWF) ein Wachstum von 8,2 Prozent für 2012 prognostiziert.

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