Creative Breakthrough Inc. – Jack Cahn
Hintergrund:
Geboren am 13. April 1949 in St. Louis, Missouri und aufgezogen in Riverdale in New York hat Jack seinen Bachelor of Art an der University of Missouri in Columbia absolviert – dabei legte er auch einen Schwerpunkt auf die Fächer Psychologie und Philosophie.
Die Entwicklungen von Cahn haben die gesamte technische Analyse mitgeprägt. Heute arbeitet Cahn als Commodity Trading Advisor für Hedg-X Strategies, FXCX, Man Financial, Bank of America, Deerfield Financial, Kemper, Rodman & Renshaw und AXA.
Jack, wie bist Du in das Trading – Business gekommen?
Nachdem ich 1974 meinen College Abschluss gemacht habe bot mir ein Freund meiner Familie einen Job als Broker an. Offen gesagt interessierte mich die eigentliche Broker-Tätigkeit weniger – ich wollte herausfinden, warum sich der Markt bewegt. Während meiner Tätigkeit für Stix & Company wurde ich zum Tape Reader. Daher kann man sagen, dass ich mit dem Tape-Reading meine ersten Trades getätigt habe. Als Ende der 70er Jahre Optionen auf Aktien handelbar wurden nutze ich vor allem Optionen, die schon deep in the money waren. Dies war des Regan Bullenmarktes. Tatsächlich war ich long mit Puts an während des Markteinbruchs 1987. Deep in the money Optionen nutzte ich deshalb, da das Premium sehr gering war.
Nach dem Crash stieg das Premium jedenfalls auf Grund der Risikoeinpreisung extrem an - dieses Vehikel wurde mir zu teuer. Daher begann ich 1989 mit dem Trading von Futures und Commodities.
1994 begann ich mit Hilfe der Computertechnologie meine Handelsstrategien und Marktmodelle in mechanische Handelssysteme umzuwandeln – damals nutzte ich schon die TradeStation™. Mein allererstes Angebot für Kunden war der %C-DT für den großen S&P – zu dieser Zeit gab es große Handelsspannen und ein Punkt war noch $500 wert. Die Kombination aus hohem Punktwert bei einer großen Range war ideal für das Daytrading. %C-DT war dann mehrere Jahre lang das beste Handelssystem für den S&P. Heutzutage nimmt der deutsche FDAX wohl die Position des alten großen S&P ein, dieser ist der bezüglich Range in Kombination mit dem Punktewert der schwerste Index der Welt.
Thema vollautomatischer Handel – wie ist Deine Erfahrung?
Wie eben erwähnt bin ich Trader und Systementwickler. Ich bekam sehr früh die Technologie für den vollautomatischen Handel angeboten – offen gesagt konnte ich mir das vor 15 Jahren noch nicht vorstellen. Meine Broker hatten hier offensichtlich mehr Weitblick. Meine Hauptsorge war anfangs, dass die Internetverbindungen und die Serverstabilität noch nicht ausreichend entwickelt waren. 2004 habe ich jedes vollautomatische Tradingtool getestet, die meisten waren entweder benutzerunfreundlich entwickelt worden oder waren einfach nicht stabil – beides war also unbrauchbar. Einige wirklich große Softwarefirmen gingen damals an den horrenden Entwicklungskosten pleite.
Ich entschied mich damals für den StrategyRunner, da einerseits die Technologie hier am weitesten entwickelt war und der Support im Vergleich zu Mitbewerbern sehr gut war. Mittlerweile ist StrategyRunner im Vollautomatischen Handel wohl als führend einzustufen.
Du warst Broker, mittlerweile bist Du Systementwickler und Trader. Zu Deiner Zeit bei R.Rowland & Co. Warst Du beides. Wie war Deine Erfahrung damit?
In meiner Zeit R.Rowland & Co. war ich Chief Market Market Analyst und Broker. Meiner Ansicht nach gibt es hierbei einen unüberbrückbaren Konflikt , da man als Broker am regen Handel der Kunden interessiert ist – als Trader möchte man aber nur die Trades mit der größten Gewinnwahrscheinlichkeit wahrnehmen. Wenn man nun die Märkte als Analyst bewertet und andererseits die Kunden als Broker unterstützten soll ist dies nicht harmonisch, daher finde ich eine Kombination aus beidem nicht gut. Mein Fazit dazu ist, dass Investoren sich bei Fragen bezüglich der Märkte eher an Analysten oder an Systementwickler als an Broker wenden sollten.
Was macht einen guten Systementwickler aus?
Ein guter Trader denkt in Wahrscheinlichkeiten. Er beobachtet objektiv die Märkte und sucht nach der größten Wahrscheinlichkeit, in welchem Markt er zu einer bestimmten Zeit einen Trade eingehen kann. Ein Trader erkennt, dass der Markt nicht random ist – und dass Trading nichts mit einer Egoprofilierung zu tun hat.
Ein erfolgreicher Systementwickler ist ein Geschäftsmann, der wie jeder andere seine Kunden zufriedenstellen möchte und muss. Vorrangiges Ziel jedes Systementwicklers ist, für seine Kunden Geld zu verdienen. Dies ist zwar jetzt sehr kurz formuliert, aber so ist es nun einmal.
Ein guter Systemhändler kennt die Märkte und versteht seine Strategien – und vor allem realisiert der Systemtrader, wie und wann seine Strategien erfolgreich funktionieren. Er kombiniert verschiedene Systemstrategien auf mehreren Märkten, so dass sich die Systeme hedgen. Somit kann der gehedgte Systemtrader schwächere Marktphasen gut überstehen – und wenn dann die richtigen Marktgegebenheiten eintreten verbucht er die Gewinne!
Jack, vielen Dank für das Interview!
Nachfolgend stellen wir einen von Jack Cahn´s Handelsansätzen dar:
Im Interview wurde der %C-DT Indikator angeschnitten. Dieser Indikator eine sehr gute Handelsunterstützung. Nachfolgend wird dieser erklärt.
Jeder Trader steht grundsätzlich vor dem Problem, die Märkte richtig einzuschätzen. Diese Aussage ist zwar trivial, ist dadurch aber auch nicht falsch. Wir stellen uns an sich andauernd die Frage, ob es sich um einen Seitwärtsmarkt oder eben um einen Trend handelt. Soll man dem Trend folgen? Oder etwa Ausbrüche kaufen – Widerstände verkaufen?
Somit stellt sich ein Trader immer die Frage, in welcher Verfassung sich der Markt befindet. Wenn sich ein Trader nur an der Richtung des Marktes orientiert wird dieser in den oft wechselnden Märkten dauerhaft nicht erfolgreich sein – somit gilt es, sich auf die wechselnden Bedingungen einzustellen. Daher ist es meiner Meinung nach die Grundvoraussetzung, Setups für verschiedene Marktgegebenheiten zu entwickeln.
Der Chart unterhalb zeigt Soybeans mit dem %C-DT Indikator. Dieser Indikator ist einer der Grundlagen der Systeme von John – sie helfen den Systemen, die Zeiten für das Trading zu bestimmen. Falls der %C Indikator einen Choppy – Market (Seitwärtsmarkt) anzeigt, handeln die Systeme von John nicht.
Generell lässt sich dieser Indikator wie folgt beschreiben. Falls der Indikator steigt handelt es sich um einen Seitwärtsmarkt, beziehungsweise der Trend geht in einen Seitwärtsmarkt über. Fällt dieser, kann man eher von einem einsetzenden Trend ausgehen.
Falls sich der Indikator in einem Bereich von über 50 befindet zeigt dies, dass Bullen und Bären einen Kursbereich gefunden haben, den beide für „fair“ halten – uns somit nur noch kleine Ranges vorhanden sind. Jacks Systeme arbeiten dann mit einer Breakout – Strategie, um an diesen Gegebenheiten zu partizipieren.
Falls sich der Indikator in einem Kursbereich von unter 30 befindet definieren Jacks Systeme dies als sich ermüdender Trend, sprich es werden trendfolgende Positionen geschlossen. Die Systeme rechnen dann eher mit einem Choppy – Market und ändern die Strategie dann wieder - somit versucht Jack, dass sich seine Systeme an die sich wechselnden Marktgegebenheiten anpassen.
Nachfolgend ein Beispiel, dass einige Trades von dem %C-DT Bonds System zeigen. Bei diesem System handelt es sich um ein „Volatility Breakout Syystem“
%C-DT Bonds ist so konzipiert, dass es an großen Moves partizipieren soll, Seitwärtsmärkte aber komplett weglässt.
Für Interessenten sind Jacks Systeme auf die Bonds, den YM, Gold, Silber und den FDAX handelbar.
Um sich die Performance anzusehen hier einige Links:
http://www.strategyxchange.com/ProductDetails.asp?ProductCode=IC_CBI_53
http://www.strategyxchange.com/ProductDetails.asp?ProductCode=IC_CBI_3



