• DAX - 7.000 Punkte – eine massive Barriere

    Mittwoch 22.02.2012, 08:30 Uhr
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    Trotz des neuen Verlaufshochs bei 6.971 Punkten ging der DAX® gestern zunächst in den Konsoliderungsmodus über. Im Anschluss an das Schließen der Kurslücke vom Vortag (untere Gapkante bei 6.875 Punkten) konnten sich die deutschen Standardwerte aber in der Folge wieder erholen, so dass auf Tagesbasis letztlich ein „Kreisel“-Muster zu Buche steht. Damit wird zum einen die angeführte Atempause dokumentiert, zum anderen aber auch der Respekt vor der psychologischen 7.000er Marke zum Ausdruck gebracht, die zusätzlich durch die Tiefs vom April, Juni und Juli 2011 bei 6.992/6 Punkten untermauert wird. Auf diesem Niveau ist mit verstärkter Gegenwehr der Bären zu rechnen, so dass es zunächst gilt, die angeführten Hürden zu überspringen, um weiteres Aufwärtspotential freizusetzen. Andererseits fallen auf der Unterseite die letzten beiden Tagestiefs bei 6.879/74 Punkten ins Auge. Wird diese Zone unterschritten, sollten Anleger auch ein Schließen der Kurslücke vom Freitag vergangener Woche bei 6.795/52 Punkten einkalkulieren. Der Stopp für bestehende Longengagements sollte u. E. auf das Niveau der letzten beiden Verlaufstiefs bei 6.652/50 Punkten angehoben werden.

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    Euro Bund Future - Keil als immer realere Bedrohung

    Beim Euro-BUND-Future steht derzeit wieder einmal der seit April 2011 bestehende Haussetrend (auf Tagesbasis akt. bei 138,15) zur Disposition. Damit schwebt weiterhin das Damoklesschwert einer drohenden Keilformation über dem Rentenbarometer. Ein nachhaltiger Trendbruch – gleichzeitig die untere Keilbegrenzung – würde den Weg in Richtung des Tiefs vom 24. Januar bzw. des bisherigen Jahrestiefs bei 137,18/136,93 ebnen. Ein Abgleiten unter die angeführte Haltezone sollte die Rentenmarktbullen noch stärker in die Bredouille bringen, würde eine negative Weichenstellung doch eine multiple Toppbildung vervollständigen, aus der sich immerhin ein rechnerisches Abschlagspotential von rund 300 Ticks ableiten ließe. Perspektivisch dürften dann sogar die Tiefpunkte vom letzten Quartal 2011 bei 132,99/89 unter Druck geraten. Bei den zuletzt genannten Marken handelt es sich um eine weitere Schlüsselzone, denn ein Bruch dieser Bastion würde für den Abschluss einer langfristigen Bodenbildung sorgen. Um das Gefahrenpotential zu entschärfen, müsste der Euro-BUND-Future dagegen die o. g. Trendlinie bzw. besser noch die 38-Tages-Linie (akt. bei 138,68) zurückerobern.

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    Wienerberger AG - Springt der Funke über?

    Nachdem die Wienerberger-Aktie seit dem Jahreshoch von 2011 bei 16,56 EUR letztlich einen Pullback an den alten Abwärtstrend seit Juni 2007 vollzogen hat, wurden die Aktionäre bis zum 15. Februar mit dem besten Jahresstart seit über zwei Jahrzehnten etwas entschädigt. Einem weiteren Anstieg stellt sich nun jedoch eine wichtige Widerstandszone aus diversen horizontalen Hoch- und Tiefpunkten bei rund 9,55 EUR entgegen. Die besondere Bedeutung dieser Marke ergibt sich auch aus der Tatsache, dass sie gleichzeitig als Nackenlinie der im Verlauf des letzten Jahres komplettierten Toppbildung fungiert. Eine erfolgreiche Rückeroberung dieses Levels würde demnach das beschriebene Topp endgültig negieren. Komplettiert wird das auf diesem Niveau entstehende Widerstandscluster durch die fallende 38-Wochen-Linie (akt. bei 9,17 EUR). Gelingt der Sprung über den o. g. Kreuzwiderstand, ist zunächst der Weg bis zur Kombination aus den horizontalen Marken bei 11,02/11,64 EUR und dem 50%-Retracement des Baisseimpulses von Februar bis November 2011 (11,51 EUR) frei. Rückenwind kommt derzeit von Seiten der jeweils „long“ positionierten Trendfolger MACD und Aroon, so dass oberhalb der Marke von 9,55 EUR Longpositionen wieder Charme haben.

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    EUR/JPY - Langfristige Trendwende?

    Beim Währungspaar EUR/JPY hatten wir zuletzt sehr stark über die positiven Divergenzen seitens RSI, Stochastik und MACD auf monatlicher Basis argumentiert (siehe „Daily Trading“ vom 8. Februar). Da der Trenddynamik (ADX über 50) zuletzt zudem historisch hohes Niveau erreicht hat, gingen wir auf Basis der fallenden Trendlinie (auf Monatsbasis 99,49 JPY), die die Tiefs von 2009 und 2010 verbindet, von einer Aufwärtsreaktion aus. Dank eines potentiellen Kaufsignals in Form eines „morning stars“ im Monatschart besteht sogar die Hoffnung auf eine langfristige Trendwende. Hierfür gilt es, die Kombination aus dem Tief vom August 2010 bei 105,41 JPY und dem Anfang April 2011 etablierten Baissetrend (akt. bei 105,73 JPY) nachhaltig zu überwinden. Letzterer Abwärtstrend bildet in Verbindung mit der o. g. fallenden Trendlinie eine klassische Keilformation, deren „bullishe“ Auflösung deutliches Aufwärtspotential des Euro zum Yen freisetzen würde. Wenngleich RSI und Stochastik im Tagesbereich bereits im überkauften Terrain notieren, was temporäre Atempausen begünstigt, dürfte die 200-Tages-Linie (akt. bei 107,28 JPY) im Erfolgsfall nur eine Durchgangsstation auf dem Weg zum rechnerischen Kursziel aus der Keilformation von rund 117 JPY darstellen.

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