Der DAX® kann weiter aus dem Sprung über die Schlüsselwiderstände aus dem Hoch vom Oktober 2011 und dem „Fukushima“-Tief vom März bei 6.431/83 Punkten sowie der 90-Wochen-Linie (akt. bei 6.495 Punkten) Kapital schlagen. Im Vergleich zum Vortag konnten die deutschen Standardwerte sogar wieder an Fahrt aufnehmen. Per Saldo steht wie an allen bisherigen Handelstagen im Februar ein neues Verlaufshoch zu Buche (6.767 Punkte). Da gleichzeitig die trendfolgenden Indikatoren MACD und Aroon – und zwar sowohl auf Tages- als auch auf Wochenbasis – „long“ positioniert sind, steht die Börsenampel derzeit auf „grün“. Die nächste Anlaufmarke stellen dabei die horizontalen Barrieren bei knapp 7.000 Punkten dar. Unmittelbar vor dieser „psychologischen Klippe“ hat der Markt ohnehin noch das alte Abwärtsgap vom 2. August 2011 bei 6.938 zu 6.954 Punkten zu schließen. Für eine Atempause spricht nun die Tatsache, dass der DAX® auf Stundenbasis mittlerweile die Parallele (akt. bei 6.760 Punkten) zum Aufwärtstrend seit 20. Dezember ausgelotet hat. Ernsthafte Korrekturgefahren dürften aber erst aufkommen, wenn das Aktienbarometer die o. g. Ausbruchsmarken wieder preisgeben muss.
Euro Bund Future - Weichenstellung rückt näher
Dem Wochenchart des Euro-BUND-Future messen wir nach wie vor eine Schlüsselrolle bei. Bereits seit Jahresanfang notiert das Rentenbarometer in Schlagdistanz zum Kreuzwiderstand aus den zyklischen Hochs bei 139,58 bzw. 140,23 sowie der Parallelen (akt. bei 139,86) zum Basisaufwärtstrend seit Sommer 2008. Zusammen mit dem Haussetrend seit April 2011 (akt. bei 137,25) bildet die angeführte obere Trendkanalbegrenzung gleichzeitig eine klassische Keilformation (siehe Chart). Demnach würde ein Abgleiten unter die Marke von 137,25, was einer „bearishen“ Auflösung dieses Kursmusters gleich käme, den Korrekturdruck deutlich erhöhen. Die Bedeutung dieses Levels wird dabei zusätzlich durch das jüngste Verlaufstief bei 137,18 unterstrichen. Die zweite Schlüsselgröße markieren u. E. die Tiefpunkte vom letzten Quartal 2011 bei 132,99/89. Ein Abrutschen unter diese Bastion würde eine Toppformation vervollständigen, aus der sich ein rechnerisches Abschlagspotential von rund 700 Ticks ableiten ließe. Um sich aus der Lethargie der letzten Wochen nach oben zu lösen, ist dagegen ein „Lüften“ des Deckels in Form des angeführten Kreuzwiderstands vonnöten, was wir unter dem Strich aber für deutlich unwahrscheinlicher halten.
Hang Seng - Befreiungsschlag geglückt?
Dank des positiven Jahresauftakts hat sich die charttechnische Ausgangslage des Hang Seng Index deutlich verbessert. Neben der Tatsache, dass letztlich der im Herbst 2008 etablierte Haussetrend (akt. bei 18.380 Punkten) verteidigt wurde, trägt hierzu insbesondere der Sprung über das Widerstandscluster aus der 38-Wochen-Linie (akt. bei 20.087 Punkten), dem Hoch von Ende Oktober 2011 bei 20.272 Punkten sowie dem Baissetrend seit April 2011 (akt. bei 20.350 Punkten) bei. Die Gefahr eines Fehlausbruchs wird aktuell durch die jeweils "long" positionierten Indikatoren MACD und Aroon minimiert. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass dem Hang Seng per Monatsultimo Januar die „bullishe“ Auflösung der beiden „inside months“ vom November und Dezember gelang, was für zusätzlichen Rückenwind sorgen sollte. Damit markiert das Tief vom März 2011 bei 22.123 Punkten die nächste Anlaufmarke, bevor das Hoch vom November 2009 bei 23.100 Punkten wieder ins Blickfeld rückt. Während im taktischen Bereich eine enge Absicherung auf Basis der o. g. Ausbruchsmarken für ein hervorragendes Chance-Risiko-Verhältnis sorgt, bietet sich unter strategischen Aspekten der Haussetrend seit Herbst 2008 als Stopp-Level an.
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