Den Monatsauftakt nutzte der DAX® um die in den letzten Tagen immer wieder angeführte massive Hinderniszone aus dem Hoch vom Oktober 2011 und dem „Fukushima“-Tief vom März bei 6.431/83 Punkten sowie der 90-Wochen-Linie (akt. bei 6.494 Punkten) nachhaltig hinter sich zu lassen. Aus charttechnischer Sicht haben sich die deutschen Standardwerte damit weiteres Aufwärtspotential erarbeitet. Erst in Dunstkreis der runden 7.000er Marke sind nun die nächsten Barrieren angesiedelt. Kurz vorher gilt es ohnehin noch, das Abwärtsgap bei 6.938 zu 6.954 Punkten zu schließen. Um die konstruktive Ausgangslage nicht zu gefährden, sollte auf der Unterseite die eingangs angeführten, ehemaligen Hürden fortan nicht mehr unterschritten werden. Ansonsten müsste der beschriebene Ausbruch als klassisches „false break“ eingestuft werden, das schnell die 200-Tages-Linie (akt. bei 6.344 Punkten) bzw. die Kurslücke vom 17. Januar bei 6.271/32 Punkten wieder auf die Agenda rücken würde. Zunächst einmal ist der Ausbruch aber Realität und eine enge Absicherung auf Basis der eingangs angeführten Schlüsselmarken sorgt gleichzeitig für ein attraktives Chance-Risiko-Profil neuer Longengagements.
Euro-Bund-Future: Swing high + kurzfristiges Topp
Der Euro-BUND-Future ging gestern in den Korrekturmodus über. Da das Hoch vom 31. Januar bei 139,89 zudem von zwei tieferliegenden Hochs eingerahmt wird, ist die angeführte Marke als sogenanntes „swing high“ zu klassifizieren. Ein solches Kursmuster markiert regelmäßig zumindest kurzfristige Wendepunkte. In diesem Zusammenhang ist auch der Blick auf den Stundenchart des Rentenbarometers hilfreich. Hier droht die Ausprägung einer Schulter-Kopf-Schulter-Formation (siehe Chart). Die Nackenlinie der potentiellen oberen Umkehr wird dabei durch das Korrekturtief vom 31. Januar bei 139,08 definiert. Dieses Level stellt aber erst den Auftakt zu einer äußerst interessanten Haltezone dar: Bei 138,97 verläuft aktuell die 200-Stunden-Linie, wodurch die Bedeutung der o. g. Nackenlinie nochmals unterstrichen wird. Ein Abgleiten unter diese Bastion würde immerhin ein kalkulatorisches Abschlagspotential von rund 80 Ticks freisetzen. Bei einer negativen Weichenstellung dürfte somit auch die 38-Tages-Linie (akt. bei 138,41) wieder zur Disposition stehen.
China Cosco Holdings: Ein letzter Zündfunke fehlt noch!
Das vergangene Jahr war bei der China Cosco-Aktie durch massive Verluste gekennzeichnet, was letztlich eine Kurshalbierung bedeutete. Die Kursentwicklung seit dem Sommer 2011 bietet nun aber die Chance auf Besserung. So würde ein Spurt über das Widerstandscluster bei 4,59/78 HKD für einen Befreiungsschlag in Form einer klassischen Bodenbildung sorgen. Das diskutierte Barrierenbündel speist sich dabei aus der 38-Wochen-Linie (akt. bei 4,59 HKD), den jüngsten Erholungshochs bei 4,66/70 HKD sowie dem steilen Abwärtstrend seit Januar 2011 (akt. bei 4,78 HKD). Gelingt der Sprung über diese Hürden, ließe das freigesetzte Aufwärtspotential auf eine schnelle Rückkehr in den seit August 2009 bestehenden Abwärtstrendkanal schließen (untere Begrenzung akt. bei 5,29 HKD). Die zuletzt angeführte Marke harmoniert zudem sehr gut mit dem 38,2%-Fibonacci-Retracement des Baisseimpulses von Januar bis Oktober 2011 (5,33 HKD). Auf ein Überspringen des „letzten Zündfunkens“ lassen aktuell die trendfolgenden Indikatoren hoffen. So ist der Aroon jüngst dem Beispiel des MACD gefolgt und hat ebenfalls ein neues Einstiegssignal generiert. Im Ausbruchsfall haben also neue Longengagements Charme.
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