DAX: Im Obama-Modus eingefroren
Außerdem gibt es weitere Meldungen zur Bremspolitik aus China. Laut Bloomberg wurden die Bank of China Ltd. und China Construction Bank Corp. angewiesen, die Vergabe neuer Kredite zu begrenzen. Bereits vergangenen Mittwoch gab es eine gleichlautende Meldung, die zu weltweiten Aktienverkäufen führte . Da wurde berichtet, dass die Bankenaufsicht in Peking die Kreditvergabe begrenzt. Aber in diesen Klima ist Aufgewärmtes eben besonders gefragt.
Da - wegen der politischen Probleme der USA (Obama-Risiko) - die Weltwirtschaft zunehmend von China abhängt, überschattet die Erinnerung an die mögliche Verlangsamung des Wachstums im Reich der Mitte den positiven Start der Berichtssaison für Q4. Bislang schnitten 70% der US-Unternehmen - darunter Intel, Google oder Apple - besser als erwartet ab, berichtete der Infodienst Bespoke. In Q3 und Q2 (beide über dem langjährigen Durchschnitt) waren es jeweils 68% gewesen.
Auch in Europa startet die Q4-Saison vielversprechend. Heute etwa lieferten Siemens und der Schweizer Pharmariese Novartis positive Gewinnüberraschungen, allerdings vom kühlen Gesamtmarkt ignoriert. Auch ein unerwartet starker Anstieg des Ifo-Index, der die Stimmung in der deutschen Wirtschaft abbildet, bleibt im Obama/china-Katzenjammer unbeachtet.
Der DAX verliert zur Mittagsstunde 0,4 Prozent auf 5.608 Punkte.
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