• DAX - Nicht unterzukriegen

    Donnerstag 20.09.2012, 08:42 Uhr
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    Mit unserer DAX®-Einschätzung „stabil auf hohem Niveau“ haben wir gestern den Nagel auf den Kopf getroffen. Dazu trug vor allem das Schließen der jüngsten Kurslücke (obere Gapkante bei 7.382 Punkten) bei, wodurch zudem die negativen Implikationen aus einer potentiellen Inselumkehr negiert wurden. Die letzten beiden Tage konnte sich das Aktienbarometer bis zum Handelsschluss jeweils deutlich von den vorher erzielten Jahrestiefs lösen, was dokumentiert, dass der DAX® selbst bei kleineren Rückschlägen nach wie vor gut unterstützt ist. Das „hammer“-ähnliche Kursmuster von gestern legt nun sogar einen erneuten Anlauf auf das bisherige Jahreshoch bei 7.446 Punkten nahe, wenn die Kombination aus der Parallelen (akt. bei 7.389 Punkten) zum Aufwärtstrend seit Juni und dem gestrigen Tageshoch bei 7.396 Punkten überwunden wird. Jenseits der Marke von 7.446 Punkten steckt das Hoch vom Juli 2011 bei 7.524 Punkten die letzte verbliebene Hürde auf dem Weg zum letztjährigen Hochstand bei exakt 7.600 Punkten ab. Zum Handelsbeginn zeichnen sich heute zwar leichte Kursverluste ab, erst ein Rutsch unter das jüngste „swing low“ bei 7.304 Punkten würde indes für einen Warnschuss vor den Bug der Aktienbullen sorgen.

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    Euro Bund Future - Leichte Stabilisierung

    Das jüngste „swing low“ des Euro-BUND-Future hat seine Wirkung nicht verfehlt. Häufig flankiert dieses Phänomen einen temporären Marktwendepunkt, und auch aktuell konnte der Zinsfuture erwartungsgemäß aus dieser Konstellation Honig saugen. Die nächste Anlaufmarke befindet sich nun in Form des Junitiefs bei 139,72. Eine technische Aufwärtsreaktion ändert aber nichts an unserer übergeordneten Einschätzung, dass jüngst eine obere Umkehr abgeschlossen wurde, aus der sich ein kalkulatorisches Rückschlagspotential bis rund 133 ableiten lässt. Die Bedeutung dieser Zielmarke wird zusätzlich durch verschiedene Tiefpunkte des letzten Quartals 2011 bei 132,99/89 sowie den Jahrespivotpunkt bei 132,80 unterstrichen. Um das skizzierte „Doppeltop“-Szenario in Frage zu stellen, ist dagegen eine Rückeroberung des Kreuzwiderstands aus dem Tief vom 16. August bei 140,78 und der 200-Tages-Linie (akt. bei 140,85) notwendig. Solange der Euro-BUND-Future unterhalb dieser Barrieren notiert, ist die jüngste Erholung als klassische technische Reaktion auf die vorangegangenen Kursverluste einzustufen.

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    EURO STOXX 50® - Nochmals eine Warteschleife?

    Im Vergleich zu vielen anderen internationalen Aktienindizes hinkt der EuroStoxx 50 immer noch hinterher. So hat die jüngste Kursrally bisher nicht zum erhofften Befreiungsschlag geführt. Zwar steht derzeit der übergeordnete Abwärtstrend seit Ende 2007 (akt. bei 2.544 Punkten) zur Disposition. Für eine erfolgreiche Bodenbildung wäre aber zusätzlich noch ein Spurt über die 200-Wochen-Linie (akt. bei 2.580 Punkten) sowie das bisherige Märzhoch bei 2.611 Punkten vonnöten. Erst dann springt die Börsenampel für die europäischen Standardwerte endgültig wieder auf „grün“. Das rechnerische Kursziel – abgeleitet aus einer komplettierten unteren Umkehr – lässt auf einen Test der horizontalen Hürden bei rund 3.000 Punkten schließen, die ihre Signifikanz seit dem Jahr 2010 bei insgesamt vier Anläufen unter Beweis gestellt haben. Muss auf der Unterseite indes die o. g. Baissetrendlinie wieder preisgegeben werden, droht der EuroStoxx 50 einen erneuten Umweg einzulegen. Die 38-Wochen-Linie (akt. bei 2.370 Punkten) markiert dann die nächste wichtige Haltemarke. Damit wäre das eingangs diskutiere Bodenbildungsszenario zwar aufgeschoben, aber keineswegs aufgehoben.

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