Es könnte alles weitaus weniger schlimm kommen, als von Pessimisten befürchtet: Die deutsche Konjunktur festigt sich nach Ansicht des Münchner ifo-Instituts immer mehr. "Vor allem aus Sicht der Industrie ist die Zuversicht deutlich gestiegen. Die Situation wird besser bewertet", sagte ifo-Ökonom Klaus Abberger vergangene Woche im Reuters-Interview. Vor allem die Nachfrage aus dem Ausland werde optimistischer eingeschätzt. "Der Export wird wieder zuversichtlicher bewertet. Die Stimmung ist nicht euphorisch, aber im Export haben wir den Boden gefunden." Auch die zuletzt schwächere Gemeinschaftswährung habe etwas zum Trend beigetragen. "Die Euro-Abwertung ist ein gewisser Faktor, die hat ein Stück weit geholfen."
Es gebe zwar noch immer eine gewisse Schwäche in der Wirtschaftsentwicklung, von einer Rezession könne aber keine Rede sein. "Es gibt keine Anzeichen, dass wir in eine Rezession abrutschen, die auch auf den Arbeitsmarkt durchschlagen könnte", sagte Abberger. Im Inland sei die Lage stabil. "Wir haben im Binnenmarkt eine robuste Situation." Während der Einzelhandel nach dem Weihnachtsgeschäft einen kleinen Dämpfer erfahren habe, brumme die Baukonjunktur. "Die Baubranche ist sehr, sehr zuversichtlich für die nächste Zeit." Zudem helfe der Wirtschaft der günstige Leitzins im Euro-Raum. "Das Zinsniveau ist sehr niedrig, das ist für die Finanzierungssituation der Unternehmen recht gut."
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