• Dax besser als Dow, aber nicht überzeugend

    Montag 30.01.2012, 08:59 Uhr
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    Die anziehenden Umsätze in der vergangenen Woche schafften es nicht, die Märkte weiter nachhaltig nach oben zu ziehen. Dabei konnte der DAX immerhin den Widerstandsbereich zwischen 6.200 und 6.400 Punkten überwinden. Der Dow Jones deutet dagegen bereits an, dass die Aufwärtsbewegung zu Ende gehen dürfte. Somit ist mit einer schwächeren Woche zu rechnen.

     

     

    Langfristchart DAX

    Der DAX befindet sich seit 2009 in einem Aufwärtstrend. Im vergangenen Jahr wurde der seit 2010 bestehende Trend gebrochen und hat bei ca. 5.000 Punkten eine Unterstützung gefunden. Die aktuelle Anstiegsbewegung führte den deutschen Index inzwischen über den wichtigen Widerstand bei ca. 6.400 Punkten. Im übergeordneten Bild ist eine Keilbildung zu erkennen, die derzeit noch keine Auswirkung haben muss. Insgesamt sollte aber in den kommenden Wochen mit einer Korrekturbewegung gerechnet werden.

     

    Dow Jones (daily)

    Der Dow Jones hat in der vergangenen Woche nicht mehr zulegen können und ist im Bereich des Widerstands bei ca. 12.800 Punkten hängen geblieben. Die anziehenden Umsätze waren durch den Optionsverfallstag bedingt undhalfen nicht, einen Ausbruch nach oben zu generieren. Der MACD Indikator hat eine Divergenz gebildet und der Stochastik-Indikator ein Verkaufssignal generiert. Zum Wochenschluss gab es zwei bedenkliche Tageskerzen. Am Donnerstag hat sich eine Stimmungswende im Tagesverlauf ergeben und am Freitag wurde mit anziehenden Umsätzen weiter nachgegeben. Daher ist auch in der kommenden Woche mit nachlassenden Notierungen zu rechnen.

     

     

    Nasdaq Composite (daily)

    Der Nasdaq-Index hat weiterleicht zulegen können, ist aber an der latenten Abwärtstrendlinie bei ca. 2.850 Punkten zunächst gescheitert. Das Übersteigen des Widerstands bei ca. 2.750 Punkten stellte aber ein positives Zeichen dar. Der Stochastik-Indikatorverläuft derzeit divergent zur Kursentwicklung. Der Widerstandsbereich, der sich bis ca.2.900 Punkte erstreckt, dürfte kaum überwunden werden können. Die Gesamtlage deutet daher darauf hin, dass der kurzfristige Aufwärtstrend in der kommenden Woche gebrochen wird.

     

     

    DAX (daily)

    Der DAX konnte über den Widerstandsbereich bei ca. 6.400 Punkteansteigen. Die vergangene Woche vollzog der deutsche Index aber mit nachlassenden Umsätzen. Der kurzfristige Trend ist zwar noch intakt, der Stochastik-Indikator weist aber erneut eine deutliche Divergenz auf. Der MACD-Indikator hat zwar noch kein Verkaufssignal gegeben, dürfte aber mit den ersten schwächeren Notierungen nach unten kippen. Am Freitag war nach zunächst freundlichem Beginn ein Stimmungsumschwung zu beobachten, sodass ein Doji (Eröffnungs-und Schlusskurs befinden sich auf etwa einem Niveau) zurückblieb. In der kommenden Woche sollte mit leichteren Notierungen gerechnet werden.

     

     

    Nikkei 225 (daily)

    Im Bereich zwischen 8.700 und8.900 Punkten verläuft eine Widerstandszone beim Nikkei. In diesen Bereich ist der japanische Index hineingelaufen und hat an Aufwärtsdynamik verloren. Beim Stochastik-Indikator zeichnet sich ein Verkaufssignal ab. Der MACD zieht aber noch nach oben. Trotzdem ist mit einem Anstieg bis in den Bereich von 9.200 Punkten, dem nächsten Widerstand, nicht zu rechnen. Die nachlassende Dynamik und der sehr wichtige Widerstand bei ca. 8.900 Punkten dürften ein weiteres Anziehen verhindern.

     

     

    Euro-Bund Future (daily)

    Der Bund-Future ist nach dem kurzen Anstieg über den Widerstandbei ca. 140%-Punkten wieder an die Aufwärtstrendlinie gefallen. Hierkonnte sich das Rentenbarometer aber stabilisieren und erneut nach oben drehen. Im übergeordneten Bild hat der MACD eine Divergenz gebildet und in den letzten Wochen hat sich eine solche auch beim Stochastik-Indikator ergeben. Ein Test der jüngsten Tops sollte in der anstehenden Woche trotzdem möglichsein.

     

     

    EURO/USD (daily)

    Der Euro konnte nach dem Verlassendes Abwärtstrends weiter zulegen und ist in den Bereich des Widerstandsbei 1,32 gestiegen. Die Indikatoren befinden sich im überkauften Bereich. Ein Bruch des Widerstands ist kurzfristig zwar möglich, ein Weiterlaufen bis 1,36derzeit aber nicht zu erwarten.

     

     

    Verantwortlich: Chris-Oliver Schickentanz, CEFA

    Autor: Christoph Geyer, CFTe, Certified Financial Technician

    Herausgeber: ©2012; Herausgeber: Commerzbank Aktiengesellschaft, Kaiserplatz,60261 Frankfurt am Main. Diese Ausarbeitung oder Teile von ihr dürfen ohne Erlaubnis der Commerzbank weder reproduziert, noch weitergegeben werden.

    Quellen: IDMS und Reuters

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