• Der Fahrplan zur Euro Union

    Freitag 15.06.2012, 11:12 Uhr
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    Der Countdown für die europäischen Politiker läuft und die Erwartungen der europäischen Bürger und nicht minder der Märkte scheinen klar zu sein, in den nächsten Wochen sollte eine nachhaltige Vision für den Euro geschaffen werden. Nach der Herabstufung der Bonität Spaniens durch Moody’s von A3 auf Baa3 diese Woche notieren spanische Staatsanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren nahe der sieben Prozent Marke. Mit diesem Kredit Rating befinden sich spanische Staatsanleihen, zumindest aus Sicht von Moody’s, auf der letzten Stufe vor dem sogenannten „Junk Status“. Die Märkte scheinen der europäischen Politik damit zu signalisieren, dass ihnen der 100 Milliarden Euro teure Rettungsplan für spanische Banken nicht ausreicht. Die Vertrauenskrise in die europäische Einheitswährung hält also weiter an. In Italien sieht die Situation am Anleihemarkt nicht wesentlich besser aus. Der italienische Staat muss momentan circa 6,2 Prozent für 10-jährige Kredite am Markt zahlen. Zum Vergleich, der deutsche Staat zahlt für Anleihen mit einer Laufzeit von 10 Jahren etwa 1,5 Prozent an jährlichen Zinsen. Wie könnte der Fahrplan der europäischen Politiker also aussehen, von dem Investoren und nicht zuletzt die europäischen Bürger einen entscheidenden Schritt in Richtung wirtschaftliche Integration innerhalb der Eurozone erwarten dürfen?

    17. Juni, Athen:

    Griechische Parlamentswahl

    Hier wird sich hoffentlich entscheiden, ob Griechenland in der Eurozone bleibt oder ausscheidet.

    18. Juni, Los Cabos, Mexico:

    G20-Gipfel

    Die internationale Gemeinschaft könnte den Druck auf die EU-Regierungschefs verstärken, zu einer nachhaltigen Lösung für die europäische Schuldenkrise zu kommen.

    22 Juni, Rom:

    Merkel, Hollande, Monti und Rajoy treffen sich zum

    EU4-Gipfel

    Auf diesem Gipfel könnten zwischen den Staats- und Regierungschefs der vier größten Volkswirtschaften der Eurozone die nächsten Maßnahmen und Schritte auf dem Weg zur wirtschaftlichen Integration abgestimmt werden.

    28. Juni, Brüssel:

    EU-Gipfel

    Die europäischen Staats- und Regierungschefs treffen sich. Auf diesem Gipfel könnten die Visionen und Maßnahmen zur wirtschaftlichen Integration beschlossen werden.

    Oliver Bossmann, Analyst ETX Capital

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