Mailand (BoerseGo.de) – Die Deutsche Bank hat einen Rechtsstreit mit der italienischen Stadt Mailand gegen Zahlung einer Millionensumme beigelegt. Vier betroffene Institute erklärten sich zu einer Zahlung von insgesamt 455 Millionen Euro bereit, wie die Mailänder Stadtverwaltung am Donnerstagabend mitteilte. Neben der Deutschen Bank sind auch die Schweizer UBS, die US-Bank JPMorgan sowie die in der Hypo Real Estate aufgegangene Depfa Bank beteiligt.
Bei dem Streit ging es um eine 1,7 Milliarden Euro schwere Anleihe, die die Stadt Mailand 2005 begeben hatte. Die Zinsen wurden von den Banken an hochkomplexe Finanzprodukte gekoppelt. Somit wurde auf die Entwicklung der Zinsen gewettet. Der Vorwurf gegen die Institute: Dadurch seien 101 Millionen Euro an versteckten Gebühren kassiert worden. Strafrechtlich ist der Fall mit der Zahlung allerdings noch nicht abgeschlossen. Die Einigung führt lediglich dazu, dass Mailand auf alle Schadenersatzforderungen gegen die Banken verzichtet.



