• Die Aussichten für Indonesien bleiben hervorragend

    Freitag 30.03.2012, 10:34 Uhr
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    Phnom Penh/ Jakarta (BoerseGo.de) – Die Finanzminister der ASEAN-Staaten (Verband Südostasiatischer Nationen) blicken bei dem am kommenden Montag beginnenden Gipfeltreffen in Phnom Penh, Kambodscha, auf ein gemischtes Bild. Die Konjunkturaussichten für die südostasiatischen Volkswirtschaften sind sehr unterschiedlich. Das gilt für Thailand, Indonesien, Malaysia, die Philippinen und Singapur. Gillian Kwek, Managerin des Fidelity ASEAN Fund bei Fidelity, ist aber vor allem für Indonesien optimistisch.

    Die Aussichten für Indonesien sind laut Einschätzung der Fondsmanagerin um einiges besser: Die Fundamentaldaten des Landes bleiben stark. So habe Indonesien ein nachhaltiges Bruttoinlandsprodukt-Wachstum von sechs bis sieben Prozent, eine junge und wachsende Bevölkerung, und eine wachsende Mittelschicht.

    Als zwei wichtige Wachstumstreiber hat Kewk die Währung und Rohstoffpreise identifiziert: Die Währung habe sich im letzten Jahr trotz der global unsicheren Märkte sehr stabil gezeigt, was für das Vertrauen der Märkte in die indonesische Wirtschaft spreche. Bei den für den Export weiterhin wichtigen Rohstoffen erwartet Kwek keinen allgemeinen Preiseinbruch. Da die Nachfrage nach Energie und Nahrungsmitteln aus China und Indien anhält, dürfte sich der Markt in Indonesien als widerstandsfähig erweisen.

    Auch das kürzlich verabschiedete Landreformgesetz, durch das viele der verzögerten Infrastrukturprojekte nun bald umgesetzt werden können, bewertet die Fondsmanagerin als positiv: Nach fast einem Jahrzehnt anhaltend starken Wachstums begannen sich allmählich Engpässe zu zeigen - zum Beispiel bei Straßen, im Transportwesen und in der Produktion. Ohne die Schaffung zusätzlicher Kapazitäten hätte die Inflation mittelfristig zu einem Strukturproblem für Indonesien werden können. Das Landreformgesetz komme zur rechten Zeit und ermögliche nun ein nachhaltiges, sogar zweistelliges Gewinnwachstum für indonesische Unternehmen, so die Expertin.

    Auf Branchenebene setzt die Fondsmanagerin auf Banken, da die ASEAN-Staaten überwiegend ein sehr attraktives reales Wachstum verzeichnen und die Banken dieser Länder starke Fundamentaldaten aufweisen. So können sie ihr Gewinnwachstum steigern und eine attraktive Eigenkapitalrendite generieren, um ihr Wachstum zu finanzieren. Auch Gesundheitsaktien sind ihr zufolge wegen ihres strukturellen Wachstumsprofils interessant, während zyklische Konsumtitel in der Region ebenso von einer gesunden demografischen Entwicklung sowie von steigenden Einkommensniveaus und geringer Arbeitslosigkeit in der Region profitieren würden. Weniger optimistisch ist Kewk hingegen für Telekom-, Versorger- und Immobilientitel, die sie als weniger attraktiv empfindet.

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