New York (BoerseGo.de) - Ben Bernanke ist vergangenen Dienstag anscheinend ein Geniestreich gelungen. Die Zinssenkung um nur 0,75 Prozentpunkte entsprach nicht der in den Finanzkontrakten eingepreisten Erwartung von einer Senkung um mindestens einen Prozentpunkt. Der Schritt reichte aber aus, die Panik aus dem Markt zu nehmen, die angeschlagenen US-Banken zu stabilisieren und Hoffnungen eine rechtzeitige Stabilisierung der US-Konjunktur zu stärken. Sie nahm aber gleichzeitig der Spekulation gegen den Dollar den Wind aus den Segeln, die auf der Annahme einer massiveren Zinssenkung beruhte. Gleichzeitig stoppte die Zinssenkung mit Augenmaß die Flucht in Öl und Agrarrohstoffe und dämpfte damit die Inflations- und Konjunkturgefahren. Beides löste anscheinend die aktuelle Erleicherungs-Rallye beim Dollar aus. Die Nachrichtenagentur Bloomberg beobachtet jetzt eine Flucht aus rohstoffabhängigen Währungen (Australien, Südafrika, Norwegen), die den Dollar zusätzlich stärken. Der Euro fällt heute auf 1,5418 Dollar. Das ist der größte Tagesrutsch seit August 2004, berichtet Bloomberg.
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