Tokio (BoerseGo.de) - Der Yen und der Dollar sind gegenüber dem Euro am Mittwoch den zweiten Tag in Folge in Rückläufigkeit begriffen. Die Schwäche der japanischen Währung sei unter anderem auf einen Rekord-Leistungsbilanzüberschuss in Südkorea und gestiegene Exporte Neuseelands sowie auf Anzeichen zurückzuführen, dass die weltweite Rezession im Schwinden begriffen ist. Die Schwäche des Dollars gegenüber 14 der 16 größten Währungen basiere weiters auf Spekulationen, wonach die weltweiten Regierungen dabei sind, eine weitere Verbreitung der in Mexico entstandenen Schweinegrippe erfolgreich abzuwenden. Der durch die Schweinegrippe entstehende Einfluss auf die Weltwirtschaft werde daher gering gehalten.
Der Anstieg des Euro gegenüber dem Dollar sei ebenso auf die Erwartungen hinsichtlich der heute um 14.30 Uhr MEZ anstehende Veröffentlichung von US-Konjunkturdaten zum Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal zurückzuführen. Dabei werde voraussichtlich ersichtlich, dass die weltgrößte Volkswirtschaft im Vergleich zum Vorquartal mit einem etwas geringeren Tempo schrumpfte. Dadurch erhöhe sich die Nachfrage nach höher verzinslichen Vermögenswerten. Jede Anzeichen, dass die Rezession der US-Wirtschaft nachlässt dürfte das Vertrauen von Investoren stärken und zur Reduzierung der Nachfrage nach sogenannten sicheren Häfen wie dem Dollar und dem Yen führen.
Der Euro stieg zuletzt gegenüber dem Dollar um 0,32 Prozent auf 1,3193 Dollar. Im Vergleich zum Yen legte die europäische Gemeinschaftswährung um 0,68 Prozent auf 127,64 Yen zu. Der Yen stieg gegenüber dem Dollar um 0,39 Prozent auf 96,8 Yen.




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